Wie die Bezeichnung bereits vermuten lässt, bist Du als Verkaufsleiter anderen Verkäufern gegenüber weisungsbefugt. Häufig handelt es sich bei einem Verkaufsleiter um denjenigen, der dem Verkaufsteam entsprechend vorsteht. Je nach Aufgabenbereich kann es sein, dass Du entweder für eine Filiale oder für eine komplette Kette verantwortlich bist. 

Im Gegensatz zum klassischen Verkäufer wirst Du als Verkaufsleiter nicht nur hauptsächlich Kunden im direkten Kontakt bedienen. Stattdessen bist Du vor allem für vieles verantwortlich, was im Hintergrund passiert. Denn: Du lenkst Dein Verkaufsteam. 

Oder anders: Deine Aufgabe ist es unter anderem, die Basis dafür zu schaffen, dass Deine Verkäufer möglichst effektiv arbeiten können.

Was macht ein Verkaufsleiter

Wenn Du Dich ein wenig genauer mit dem Arbeitsalltag eines Verkaufsleiters auseinandersetzt, erkennst Du schnell, dass es sich hierbei um einen besonders herausfordernden, aber auch abwechslungsreichen Job handelt. Immerhin trägst Du hier nicht nur für Dich selbst, sondern zusätzlich für Dein Team die Verantwortung. 

Deine Aufgabe ist es zum Beispiel, für die passenden Voraussetzungen zu sorgen, damit Deine Verkäufer dazu in der Lage sind, beispielsweise die gesteckten Ziele zu erreichen. Gelingt dies über einen längeren Zeitraum hinweg nicht, ist die Gefahr gross, dass letztendlich infolgedessen der Umsatz sinkt und der Unternehmenserfolg leidet. Die folgenden Abschnitte geben Dir einen umfassenden Überblick darüber, welche Tätigkeiten und welche Herausforderungen Dich erwarten, wenn Du Dich dazu entscheidest, als Verkaufsleiter tätig zu werden. 

Entscheidungen treffen

… und das teilweise spontan. Auf diese Weise kannst Du unter anderem sicherstellen, dass das Unternehmen, für das Du arbeitest, wettbewerbsfähig bleibt. Wichtige Fragen, mit denen Du in diesem Zusammenhang konfrontiert werden wirst, sind:

Parallel dazu solltest Du immer auch einen Blick über den Tellerrand und in die Zukunft wagen, um herauszufinden, wie sich die Verkaufsaktivitäten Deines Unternehmens in Zukunft verändern müssen, um am Markt noch erfolgreicher zu sein. 

Daten analysieren und Rückschlüsse ziehen

Natürlich wäre es falsch, mit Hinblick auf Verkäufe und alle dazugehörigen Bereiche nur nach Bauchgefühl vorzugehen. 

Auf der Basis einschlägiger Tools kannst Du weitere Informationen zu Marktanteilen, Verkaufszahlen und Zielgruppen sammeln und somit die Basis für (hoffentlich) gesteigerte Umsätze schaffen. 

Den Wettbewerb analysieren

Wer am Markt erfolgreich sein möchte, sollte sich nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf seine Mitbewerber fokussieren. 

Daher gehört es unter anderem zu den Aufgaben eines Verkaufsleiters beziehungsweise eines Sales Managers, Wettbewerbsanalysen durchzuführen und den Markt zu beobachten. 

Personalführung und -Planung

In diesem Punkt zeigt sich, wie abwechslungsreich die Tätigkeiten eines Verkaufsleiters sein können. Denn: In vielen Unternehmen werden Verkaufsleiter zum Beispiel damit beauftragt, neues Personal für den Verkauf einzustellen. Immerhin wissen sie genau, worauf sie im Zusammenhang mit den entsprechenden Bewerbungen achten müssen und was es braucht, um Kunden von sich und einer bestimmten Marke zu überzeugen.

Dementsprechend verwundert es nicht, dass zahlreiche Verkaufsleiter zusätzlich in die Organisation von Mitarbeiterschulungen mit eingebunden werden. 

Das Messen der Kundenzufriedenheit

Um sicherzustellen, dass Kunden nach dem Kauf eines bestimmten Produkts wiederkommen, ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass sie sich wohlfühlen. Daher gehört auch das Messen der Kundenzufriedenheit zu den Aufgaben eines Verkaufsleiters. Generell solltest Du als Projektleiter im Vertrieb nie davon ausgehen, dass Kunden, die sich nicht beschweren, zufrieden sind. Manche Verbraucher teilen Dir ihren Unmut nicht mit, sprechen jedoch in ihrem Bekanntenkreis möglicherweise negativ über Dein Unternehmen. Aber wie praktisch wäre es, wenn sie die Produkte beziehungsweise Leistungen, die Du vertreibst, in den höchsten Tönen loben würden? Es gibt fast keine authentischere Form von Werbung!

Wenn Du diese wichtige Grösse messen möchtest, kannst Du auf verschiedene Hilfsmittel – zum Beispiel auf Umfragen und Ähnliches – zurückgreifen. Achte darauf, dass Deine Kunden nicht mehr Zeit als nötig investieren müssen und dass sie eventuell sogar auch etwas davon haben, wenn sie Dir Feedback hinterlassen. 

Ziele festlegen und Qualitätskontrollen durchführen

Nur dann, wenn Du Dir (und Deinem Team) Ziele gesetzt hast, kannst Du diese erreichen. Als Verkaufsleiter wirst Du Dich in Deinem Alltag zum Beispiel mit Fragen, wie zum Beispiel „Wie viel muss ich verkaufen, damit am Ende der Umsatz den Erwartungen entspricht?“ und „Welche Aktionen können dabei helfen, den Verkauf noch ein wenig mehr anzukurbeln?“ auseinandersetzen. 

Zum Ende des Monats oder des Quartals überprüfst Du dann, ob Du Deine Ziele erreicht hast. Auf Basis entsprechender Analysen kannst Du gegebenenfalls Optimierungspotenzial ausfindig machen. 

Mit welchem Lohn Du rechnen kannst

Heutzutage werden Jobs als Verkaufsleiter in unterschiedlichen Branchen angeboten. Daher erklärt es sich in gewisser Weise von selbst, dass es hier kein „Standardgehalt“ oder Ähnliches gibt. Wie viel Du verdienst, ist vor allem von der Branche und Deinen Erfahrungen, aber zudem von dem Umfang Deiner Führungsverantwortung ab. 

Viele Unternehmen zahlen auch Provision und Boni, wenn Du es zum Beispiel geschafft hast, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. 

Solltest Du Dich für eine Karriere als Verkaufsleiter im Bereich Lebensmittel entschieden haben, kannst Du mit einem durchschnittlichen Bruttogehalt ab 110.000 CHF pro Jahr rechnen. In anderen Branchen stehen Deine Chancen, mehr zu verdienen, noch etwas besser. So kann sich die Entscheidung für die Automobilbranche zum Beispiel als besonders lukrativ erweisen. 

Doch Vorsicht! Obwohl die Verdienstaussichten als Verkaufsleiter durchaus gut sind, solltest Du im Hinterkopf behalten, dass es natürlich bestimmte Charaktereigenschaften erfordert, um als Verkäufer erfolgreich zu sein… und letztendlich auch glücklich zu werden. Wenn Du zum Beispiel Schwierigkeiten damit hast, auf Menschen zuzugehen, solltest Du Dich wahrscheinlich auf die Suche nach einem anderen Job begeben. 

Welche Fähigkeiten benötigt man als Verkaufsleiter?

Verkaufsleiter bringen im Idealfall ein ganzes Potpourri an Fähigkeiten mit. Entgegen vieler Erwartungen braucht es hier nicht nur ein detailliertes Zahlenverständnis. Immerhin arbeitest Du in Deinem Alltag als Verkaufsleiter mit Menschen zusammen. Somit solltest Du über die folgenden Fähigkeiten verfügen: 

Ergänzend hierzu solltest Du je nach Anstellung und Unternehmen selbstverständlich dazu bereit sein, während Deines Arbeitsalltags zu reisen. Dementsprechend ist es von Vorteil, wenn Du im Rahmen Deiner Bewerbung darauf hinweisen kannst, dass Du einen Führerschein der Klasse B hast.

Aufgrund der Tatsache, dass Du sowohl für Deine Vorgesetzten als auch für Kunden und Dein Verkaufsteam mit der erste Ansprechpartner bist, wenn es darum geht, Feedback zu erhalten, solltest Du zu guter Letzt eine gewisse Stressresistenz vorweisen können. Ein typisches Beispiel: Werden die angestrebten Verkaufszahlen über einen längeren Zeitraum hinweg nicht erreicht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Dich Deine Vorgesetzten fragen werden, welche Optimierungsmassnahmen Du planst. Umgekehrt hat sicherlich so gut wie jeder Verkäufer in der Vergangenheit mindestens einmal den Satz „Ich möchte gerne ihren Chef sprechen!“ gehört.

Kurz: Weil der Beruf eines Verkaufsleiters in jeglicher Hinsicht mit viel Verantwortung und natürlich auch mit der Art, wie sich ein Unternehmen präsentiert, verbunden ist, braucht es einige Soft Skills, um den Erwartungen gerecht zu werden. Wenn Du diese jedoch mitbringst und gleichzeitig dazu bereit bist, immer wieder an Dir zu arbeiten, hast Du möglicherweise im Verkaufsleiter einen Traumjob gefunden.

Solltest Du die Abläufe im Verkauf bereits kennen, weil Du hier schon seit Jahren tätig bist, Dich aber auf der Suche nach einer neuen Herausforderung befindest, lohnt es sich definitiv, sich mit dieser Aufstiegsmöglichkeit auseinanderzusetzen.

Ob Du der geborene Verkaufsleiter bist, ist dann jedoch nicht ausschliesslich von Deiner Bereitschaft zu lernen abhängig. Stattdessen steckt in der Aussage „Man muss zum Verkaufen geboren sein!“ durchaus viel Wahrheit. Wenn Du Dir unsicher darüber bist, ob in Dir ein Verkäufer oder ein Verkaufsleiter steckt, kannst Du natürlich ergänzend im Rahmen eines Praktikums erste Erfahrungen sammeln. 

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