Endlich ist es soweit: Du hast mehrere Bewerbungsanschreiben losgeschickt und nun eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten – vielleicht sogar bei dem Unternehmen, bei dem Du am liebsten in Zukunft arbeiten würdest? Nun ist es an der Zeit, sich Gedanken über den perfekten ersten Eindruck zu machen.
Um beim Vorstellungsgespräch überzeugen zu können, gilt es, einige Details zu beachten. Doch keine Sorge: Meist zeigt sich im Nachhinein, dass es definitiv nicht nötig war, vor einem Vorstellungsgespräch allzu aufgeregt zu sein. Je intensiver Du Dich vorbereitest und je entspannter Du Dich fühlst, desto besser wird es sicherlich auch für Dich laufen.
Im Folgenden findest Du einige Tipps rund um Deine Vorbereitung auf ein anstehendes Vorstellungsgespräch!
Vorsicht ist besser als Nachsicht: So solltest Du Dich vorbereiten
Vorweg: Ein Vorstellungsgespräch ist kein Hexenwerk. Genaugenommen laufen viele Bewerbungsgespräche nach einem ähnlichen Schema ab. Die folgenden Punkte zeigen hier, welche Situationen und Erfahrungen Dich höchstwahrscheinlich erwarten und was Du zur Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch in der Schweiz beachten solltest.
- Recherchiere möglichst viele Informationen über das Unternehmen, bei dem Du Dich bewerben möchtest. Denn: Vielen Arbeitgebern ist es wichtig, dass sich ihre zukünftigen Mitarbeiter nicht einfach irgendwo bewerben, sondern sich Gedanken darüber gemacht haben, welches Unternehmen sie am besten mit ihren Kompetenzen unterstützen können. Dementsprechend ist es sinnvoll, sich wichtige Daten, wie zum Beispiel Meilensteine in der Unternehmensgeschichte, das Datum der Gründung, die Namen der Geschäftsführer und die Anzahl der Mitarbeiter zu merken. Auf diese Weise kannst Du Deinem Gegenüber zeigen, dass Du Dich eingehend mit der Thematik auseinandergesetzt hast und weisst, was Dich erwartet.
- Überlege Dir, welche Antwort Du geben möchtest, wenn Du beim Vorstellungsgespräch nach Deinen Schwächen gefragt wirst. Hierbei handelt es sich um einen absoluten Klassiker. Es wäre definitiv falsch, zu behaupten, keine Schwächen zu haben. Andererseits solltest Du an dieser Stelle selbstverständlich nicht zu ausschweifend werden. Verbinde Deine Antwort am besten mit einem Verweis auf die Möglichkeiten, die Du hast, um Deine Schwächen zu kontrollieren. Oder auch, welche Gegenmassnahmen sich in der Vergangenheit bewährt haben. Am Ende sollte die positive Entwicklung im Fokus stehen.
- Wahrscheinlich wirst Du im Rahmen des Vorstellungsgesprächs auch gefragt werden, wo Du Deine Position im jeweiligen Unternehmen siehst. Spätestens an dieser Stelle zeigt sich, wie wichtig es ist, sich im Vorfeld eingehend mit Deinem potenziellen Arbeitgeber auseinanderzusetzen. Selbstverständlich sollte sich Deine Antwort zunächst auf die Stelle beziehen, auf die Du Dich bewirbst. Gleichzeitig dürfte es Dir jedoch nicht zum Nachteil ausgelegt werden, wenn Du ein wenig weiter über den Tellerrand blickst und durchscheinen lässt, dass Du tendenziell dazu bereit wärst, Dich weiterzubilden, um in Zukunft gegebenenfalls eine höhere Position anzustreben.
- Recherchiere nach klassischen Fragen, die so gut wie jeder Arbeitgeber beim Vorstellungsgespräch stellt. Es ist sinnvoll, sich unter anderem darauf vorzubereiten, den eigenen Lebenslauf noch einmal mündlich zusammenzufassen. Selbstverständlich hat sich Dein Gegenüber höchstwahrscheinlich ohnehin mit Deinem schriftlichen CV auseinandergesetzt. Dennoch ist es vielen Arbeitgebern wichtig, noch einmal von ihren Bewerbern selbst zu hören, wie diese die letzten Jahre erlebt haben. Hierbei lässt sich schnell herausfinden, ob gegebenenfalls Widersprüche bestehen und ob die betreffende Person ausreichend redegewandt ist, um sich mit wenigen Sätzen aussagekräftig vorzustellen.
Zusatztipp: Solltest Du bemerken, dass Du trotz aller Vorbereitungen immer noch sehr aufgeregt bist, kann es gegebenenfalls helfen, Atemübungen in Deinen Alltag zu integrieren. Diese helfen manchen Menschen dabei, sich zu entspannen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Zudem ist es selbstverständlich keine Schande, vor einem Vorstellungsgespräch zuzugeben, ein wenig nervös zu sein. Zahlreiche Arbeitgeber wissen genau das zu schätzen, weil sie auf diese Weise sehen, dass es dem betreffenden Bewerber offensichtlich wichtig ist, eine Zusage zu erhalten. Dementsprechend kann eine gewisse Grundnervosität auch sympathisch wirken.
Selbstpräsentation ist die halbe Miete: Tipps und Tricks beim Vorstellungsgespräch
Obwohl es in manchen Ländern sogar als Bestechungsversuch gilt, wenn einem Lebenslauf ein Foto beigefügt wurde: Das Aussehen, die Selbstpräsentation und der berühmte erste Eindruck können Dir tatsächlich dabei helfen, in den Kreis der „interessanteren Bewerber“ aufgenommen zu werden. Aber worauf solltest Du eigentlich achten, wenn Du Dir vorgenommen hast, Dich von Deiner besten Seite zu zeigen?
- Die passende Kleidung
Selbstverständlich solltest Du Dich in der Kleidung, die Du bei Deinem Vorstellungsgespräch trägst, wohlfühlen. Gleichzeitig ist es jedoch wichtig, den Anlass zu berücksichtigen. Ein typisches Beispiel: Wenn Du Dich auf eine Stelle als Bankmitarbeiter bewirbst, erwarten viele Unternehmen einen klassischen Anzug. In den meisten Branchen und Berufen (abgesehen von Ausnahmen, wie zum Beispiel Koch, Polizei und Ähnlichem) hilft es, sich am durchschnittlichen Arbeitsoutfit der potenziellen Kollegen zu orientieren. Wenn Du genau das berücksichtigst, machst Du in der Regel nichts falsch.
- Achte auf pünktliches Erscheinen
Hier geht es nicht nur darum, zu verhindern, dass eine andere Person „ein paar Minuten“ auf Dich warten muss, sondern vielmehr darum, Respekt zu zeigen. Bewerber, die unpünktlich kommen, reduzieren ihre Chancen auf eine Einstellung in den meisten Fällen deutlich. Vor allem dann, wenn sie nicht von unterwegs aus anrufen, um sich zu entschuldigen und ihre Verspätung auch beim Bewerbungsgespräch absolut unkommentiert lassen.
Um sicherzustellen, dass niemand auf Dich warten muss, ist es definitiv sinnvoll, vor einem Termin dieser Art immer ein paar Minuten früher als nötig loszufahren. Dieser Zeitpuffer hilft Dir dabei, vor dem Gespräch noch einmal tief durchzuatmen.
- Bleibe sympathisch und authentisch
Viele Menschen haben vergleichsweise feine Antennen und merken schnell, wenn sie belogen werden. Diesen Aspekt solltest Du selbstverständlich berücksichtigen, bevor Du Dich als eine Person verkaufst, die Du nicht bist. Auch hier heisst es noch einmal mehr: Durchatmen! Wenn Du sympathisch bleibst, zu Dir stehst und ein gesundes Selbstbewusstsein an den Tag legst, kannst Du Dein Gegenüber sicherlich von Dir überzeugen. Und selbst wenn es mit „diesem einen Job“ nicht klappen sollte: Wenn Du dran bleibst, steht Deine nächste Chance sicherlich schon bald vor der Tür.