Wie du deine Probezeit rockst!

Abschnitte
    Probezeit rocken

    Neuer Job, neue Herausforderung, neue Chancen. Jedoch können sich – trotz aller Vorfreude, Nervosität oder sogar Ängste breitmachen: Neue Gesichter, neues Umfeld, neuer Aufgabenbereich sowie die Gefahr einen Bock zu schiessen. In diesem Blogbeitrag erhältst du Empfehlungen, wie du einen souveränen Start hinlegst und die Probezeit nervenschonend überstehst.

    Erstmals: Congrats zu deinem neuen Job! Der Vertrag ist unterschrieben und jetzt geht’s ans Eingemachte. Aber was, wenn du dein neuer Arbeitgeber nicht zufrieden stellst? Dir die Namen – trotz mehrmaligen Nachfragen, nicht immer auf Anhieb in den Sinn kommen? Oder dir sonst irgendein ein Malheur unterläuft? Don’t Panic! Zwar ist mit dem Vertragsabschluss die Bewerbung noch nicht ganz abgeschlossen, da du noch die Probezeit meistern musst. Jedoch erwartet keiner von dir, dass du von Beginn an alles können oder wissen musst. Wie du dich also mit deiner neuen Position möglichst schnell zurecht findest und eine gute Impression hinterlässt, erfährst du hier.

    Zeige deine Skills in der Probezeit

    Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen: Um sich im neuen Job zurecht zu finden, gibt es die Probezeit. Die gesetzlich geregelte Probezeit dauert bei unbefristeten Arbeitsverträgen einen Monat. Es dauert in der Regel 60 bis 90 Tage, um vollständig eingearbeitet zu sein. Deshalb verlängern viele Arbeitgeber die Probezeit auf drei Monate, damit sich beide Seiten im Klaren werden können, ob sie die richtige Entscheidung getroffen haben. Für diese Verlängerung braucht es eine schriftliche Vereinbarung, festgehalten im Arbeitsvertrag.

    Neben deinen fachlichen Skills werden in der Probezeit auch deine persönlichen Fähigkeiten auf Herz und Nieren geprüft. Achte darauf, dass du dich selbst bleibst und niemanden etwas vorspielst, um dich in ein gutes Licht zu stellen. Denn diese Fassade müsstest du auch nach deiner Probezeit weiterhin aufrechterhalten. Denn Ehrlichkeit währt bekanntlich am längsten!

    Erstmals zurechtfinden

    In den ersten Arbeitswochen solltest du dich erstmals orientieren:

    • Wie sieht die Rollenverteilung innerhalb des Teams aus?
    • Was für «Riten» hat das Unternehmen?
    • Stimmen die gelebten Werte mit den Versprechungen beim Jobinterview überein?
    • Was sind die Beziehungsgeflechte und Hierarchie-Ebenen?

    Es dauert meist etwas Zeit bist du deinen Platz im Unternehmen gefunden hast. Dafür braucht es ein feines Gefühl sowie einiges an Geduld und Energie. Hier hilft, Fragen stellen: Was für eine Rolle hatte mein Vorgänger, meine Vorgängerin? Wird von mir dasselbe erwartet?

    Zeige Einsatz, aber übertreibe es nicht!

    Selbst wenn du von Beginn an deine Fähigkeiten unter Beweis stellen willst, solltest du es vorerst langsam angehen lassen. Es kommt in vielen Fällen nicht gerade gut an, wenn du bereits am zweiten Arbeitstag mit Verbesserungsvorschläge auf deine Führungskraft oder Kolleg:innen zugehst. Lasse das Arbeitsumfeld erstmals auf dich wirken und versuche die Prozesse vollumfänglich zu verstehen, bevor du mit Korrekturen daherkommst. Ebenfalls solltest du nicht zu grosse Versprechungen geben, die du nicht einhalten kannst. Versuche zuerst das Unternehmen sowie deine Aufgaben zu verstehen. Wichtiger Tipp: Stelle so viele Fragen wie möglich. Dies hilft dir ein klares Bild vom Unternehmen und deinem Job zu bekommen. Sobald du dein Wissen gefestigt hast und die Zusammenhänge verstehst, hindert dich nichts daran, deine Ideen und Vorschläge einzubringen.

    Lexikon erstellen: Namen, Terminus, Abkürzungen etc.

    Vor allem wenn man nervös ist, vergisst man schnell der soeben vorgestellte Name des Mitarbeitenden. Besonders wenn man gerade die Hände mehrerer Personen schüttelt. Im Gegensatz zu dir, müssen sie nur einen Namen merken. So ist es nicht verwerflich, dass du die Namen nicht auf Anhieb gleich alle kennst. Im Idealfall kannst du im MS Team Chat oder in einem internen Telefonbuch die Namen üben lernen. Mehrfaches Nachschauen hilft dir die Namen in dein Gedächtnis einzubrennen. Selbstverständlich kannst du die Kolleg:innen ein weiteres Mal nach ihren Namen fragen. Dies zeigt, dass du dich für sie interessiert. Aber Achtung: Die Namen der Geschäftsführung sollte man schon kennen.

    Typischerweise – vor allem wenn du ein neues Tätigkeitsfeld angetreten hast, werden dir noch nicht alle Fachbegriffe geläufig sein. Don’t you worry: Du kannst neben dem Alleswisser Google auch ungeniert deine Arbeitskolleg:innen fragen, was damit gemeint ist. Als kleiner Tipp: Mach dir einen Notizzettel mit all den Fachbegriffen und Abkürzungen, welchen du schnell griffbereit hast. Zudem kannst du – vielleicht auch während der Arbeitszeit (einfach nachfragen), Online-Tutorial schauen, damit du dich schneller in der Materie zurechtfindest. Nichtselten gibt es auch interne Schulungsvideos, die dir deinen Einstieg erleichtern.

    Frustriert oder enttäuscht? Suche das Gespräch!

    Nicht nur du als Arbeitnehmer, sondern auch die Firma versucht sich beim Bewerbungsgespräch sich von der besten Seite zu verkaufen. Die Probezeit ist also nicht nur für deinen Arbeitgeber, sondern auch für dich! Wenn du merkst, dass dir was ganz anderes versprochen wurde und plötzlich andere Tasks auftauchen als beim Jobinterview kommuniziert wurde, kannst du jederzeit das offene Gespräch mit deiner Führungskraft suchen und die Lage klären. Denn auch dein Arbeitgeber muss dich für die Position überzeugen.

    Networken: Beziehungen pflegen

    Bei einem guten Arbeitsklima macht die Arbeit gleich mehr Spass. Deshalb solltest du bereits in der Probezeit Interesse an deinen Mitarbeitenden zeigen. Sei dies beim Mittagessen, in den Pausen oder bei einem kurzen Gespräch während der Arbeitszeit. So lernt man die Kolleg:innen auch von ihrer privaten Seite kennen und wer weiss, eventuell entstehen somit neue Freundschaften. Beim Gossip solltest du dich jedoch besser raushalten.

    Sind deine neuen Kolleg:innen eher distanziert, solltest du das auch akzeptieren. Nicht jeder oder jede ist auf der Arbeit, um Freundschaften zu schliessen. Vielleicht zählst du auch dazu. Wichtig ist, dass du dich wohlfühlst. Mit der Zeit tauen deine Kolleg:innen oder du auch etwas auf. Dafür ist schlussendlich die Probezeit auch da.

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