Gemeinde Meierskappel
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Beschreibung
Geschichte
Ab 536 wurde das Gebiet von den Franken beherrscht, Flurnamen, die noch aus dieser Zeit stammen, weisen auf die Rodungen des Urwalds hin: Böschenrot (gerodeter Busch), Rütischwand (reuten, roden), Robmatt (früher Rodmatt, Rodung). Um sich im gerodeten Talkessel gegen Gefahren zu sichern, wurden zwei Spähen (Wachtposten) errichtet. Davon zeugen die Namen Spichten und Speckhof (spähen: specht, spekh). Häufige Meierskappeler Familiennamen sind Knüsel, Koller und Huber.
Im Jahre 858 übernahm das Fraumünsterstift St. Felix und Regula in Zürich die Gegend von Meierskappel. Das Kloster bestellte einen Verwalter - den Meier - der die Zinsen einzog, zu Gericht sass und das Kloster vor Schaden bewahrte. Damit die Menschen nicht mehr nach Cham zum Gottesdienst gehen mussten, liess der Meier eine Kapelle bauen. Man nannte sie Meiers Kapelle. Daraus entstand der Ortsname Meierskapelle - Meierskappel.
Meierskappel fiel 1244 an den Bischof von Konstanz, 1271 an das Chorherrenstift Zürich und 1306 an das Haus Habsburg. Schliesslich erwarb die Stadt Luzern im Jahr 1406 die Ortschaft.
Als einzige Luzerner Gemeinde grenzt sie im Osten an den Zugersee mit der Chiemenspitze und erstreckt sich bis zum Aussichtspunkt auf dem 794 m hohen Michaelskreuz. Meierskappel grenzt an die Luzerner Gemeinden Root und Udligenswil, an den Bezirk Küssnacht (Kanton Schwyz) und an die Zuger Gemeinde Risch (Kanton Zug.)
Wappen
Das Gemeindewappen zeigt auf blauem Grund einen aus einem grünen Berg wachsenden grünen Ginsterstrauch mit vier Blütendolden mit je sieben goldenen Blüten und drei Blütenblättern. Das Christentum ersetze das althergebrachte Erntefest durch das Muttergottesfest (15. August), das im Volksmund als "Mariä Himmelfahrt" bekannt ist. Das Fest wird auch "Mariä Kraut- oder Würzweihe" genannt. Dabei werden Kräuterbüschel in die Kirche gebracht und gesegnet. Der Ginsterstrauch war eine typische Pflanze dieser Gegend.