Das Jahr 2021 hält für alle, die auf Jobsuche sind, attraktive Möglichkeiten bereit. Dabei versprechen einige Branchen und Stellen in der Schweiz besonders grosses Wachstum und damit für Jobsuchende gute Aussichten. Denn hier werden in den nächsten Jahren viele Stellen besetzt. Arbeitsmarktexperten beobachten die positiven und negativen Entwicklungen verschiedener Branchen bereits seit einiger Zeit – und können so bestimmte Trendberufe identifizieren. Im folgenden Beitrag zeigen wir die fünf Trendberufe, die in den nächsten Jahren eine grosse Rolle spielen werden und die allen, die auf der Suche nach einem Job in der Schweiz sind, gute Zukunftsaussichten bieten.
Stellen in der Schweiz: Entwicklung einzelner Branchen
Natürlich lassen sich nicht alle Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt genau vorhersagen. Gerade auch bei der Entwicklung von Trendberufen spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle und die Rahmenbedingungen verändern sich ständig.
Experten schätzen aber, dass in einigen Wirtschaftszweigen in Zukunft weniger Stellen entstehen werden oder sogar Stellen abgebaut werden. Dazu gehören beispielsweise Banken und Versicherungsgesellschaften, die holzverarbeitende Industrie sowie der Bergbau und die Druckindustrie.
In einigen Bereichen soll es in Zukunft dagegen mehr Jobs geben, weil eine starke Nachfrage und Konjunktur herrschen und mehr Arbeitsstellen geschaffen werden können. Über gute Chancen in diesen Bereichen können sich vor allem Arbeitnehmer und Menschen freuen, die auf der Suche nach Stellen in der Schweiz sind. Zu den Branchen, in denen erwartungsgemäss ein Aufstieg zu verzeichnen ist, gehören die Automobil- und die Bauindustrie, die IT und das Handwerk, die Kunststoffverarbeitung und die chemische Industrie, die Elektroindustrie, die Textil- und Modeindustrie sowie der Gross- und Aussenhandel. Doch welche Berufe innerhalb dieser Branchen bieten eine besonders gute Perspektive?
Gefragte Jobs – Trendberufe 2021
Im Folgenden stellen wir fünf absolute Trendberufe vor, die im neuen Jahr und noch darüber hinaus eine immer wichtigere Rolle spielen werden.
Category Manager
Bei einem Category Manager handelt es sich um einen sogenannten strategischen Einkäufer – ein Job, der in Zeiten des um sich greifenden Online-Handels besonders gefragt ist. Category Manager wählen Produkte aus, die in den Schaufenstern oder Online-Shops ihres Arbeitgebers landen, und sind ausserdem für die Preisgestaltung zuständig. In ihrem Job geht es darum, die Zusammensetzung von Sortimenten zu überprüfen und zu planen. Dafür arbeiten sie mit Methoden der Marktbeobachtung. Aus diesen leiten sie ab, welche Produkte geeignet sein könnten, den Absatz zu steigern. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Entwicklung von Absatzkanalstrategien sowie das Verhandeln mit Zulieferern.
Viele Category Manager haben BWL studiert oder zuvor in der Marktforschung gearbeitet.
Gute Chancen hat man zudem, wenn man eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen hat oder Berufserfahrung in einer Unternehmensberatung mitbringt. Ganz wichtig sind eine hohe analytische Kompetenz und ein gutes Verständnis für Zahlen.
Als Category Manager hat man die Aussicht auf ein gutes Gehalt, durchschnittlich verdienen erfahrene Angestellte dieser Kategorie etwa CHF 95’000 CHF jährlich.
KI-Entwickler/in
Die Entwicklung von KI nimmt seit dem Jahr 2010 immer weiter zu. Inzwischen ist davon auszugehen, dass Künstliche Intelligenz unsere Welt nachhaltig verändern wird – weshalb auch der Job des KI-Entwicklers immer gefragter ist.
Was KI-Entwickler in ihrem Berufsalltag tun, hängt stark von dem Anwendungsfeld ab, in dem sie beschäftigt sind. So kann es darum gehen, Algorithmen für Künstliche Intelligenzen zu schreiben und weiterzuentwickeln oder KI-generierte Daten zu analysieren und auszuwerten. Möglich sind auch Tätigkeitsfelder im KI-Consulting in der Unternehmensberatung.
Mögliche Arbeitsfelder für KI-Entwickler sind die Automobilindustrie, die Logistikbranche, die herstellende Industrie, die Medizintechnik oder die Finanzwirtschaft.
BIM-Manager
Die Abkürzung BIM stammt aus der Immobilienbranche und steht für «Building Information Modelling». Die Methode ermöglicht es Architekten und Fachplanern, ein digitales Modell beliebig zu verändern und anderen Personen zur Verfügung stellen. Der grosse Vorteil von BIM ist, dass sich neue Bauten besser planen lassen. Prozesse lassen sich problemlos optimieren und der Informationsfluss für alle Beteiligten wird verbessert.
BIM-Manager ist kein Ausbildungsberuf. Es gibt aber bereits Hochschulen, die im Rahmen berufsbegleitender Studiengänge passende Kurse anbieten. Am besten fährt man, wenn man entsprechende Weiterbildungen gemacht oder die benötigten Kompetenzen durch Berufserfahrung in verwandten Bereichen erworben hat.
Pfleger/in
Der demographische Wandel führt auch in der Schweiz dazu, dass die Bevölkerung immer älter wird und immer mehr Menschen professionell gepflegt werden müssen. Das Problem, das sich in den letzten Jahren abzeichnet, ist: Es mangelt an Pflegekräften. Für die Branche bedeutet das, dass hier in den nächsten Jahren zahlreiche, sehr sichere Stellen zu besetzen sind. Wer auf Jobsuche ist und nach Stellen in der Schweiz sucht, sollte daher überlegen, sich auf die Pflege zu spezialisieren.
Als Pflegefachperson arbeitet man in Pflegeheimen, Spitälern oder psychiatrischen Kliniken, kann aber auch Patienten zu Hause pflegen und betreuen. Die einzelnen Pflegemassnahmen werden im Team durchgeführt. Anschliessend geht es darum, die Wirkung und den Erfolg der Massnahmen zu beobachten und zu dokumentieren.
Die Ausbildung in der Pflege dauert in der Regel drei Jahre. Inzwischen gibt es auch zahlreiche Studiengänge, die für eine Arbeit in der Pflege qualifizieren.
Umwelttechniker/in
Da es immer mehr Menschen auf der Welt gibt, erhöht sich auch der Bedarf an Ressourcen und Energien. Umwelttechniker finden Lösungen für Probleme der Umweltverschmutzung wie vermüllte Meere und kontaminierte Böden. Ihre Aufgabe ist es, wirtschaftliche Interessen mit den Bedürfnissen von Menschen, Tieren und Pflanzen zu vereinen – also Umweltbelastungen möglichst gering zu halten. Zu ihren Tätigkeitsfeldern gehören die Stadtplanung, die Planung und Leitung von Bauprojekten sowie das Erstellen von Konzepten für die umweltschonende Produktion.
Wer in der Umwelttechnik arbeiten will, kann an einer Hochschule einen Master in General Management mit entsprechendem Schwerpunkt im Bereich Umwelt- oder Energietechnik machen. Eine direkte Ausbildung zum Umwelttechniker gibt es nicht. Man hat aber zum Beispiel die Möglichkeit, eine Ausbildung im Bereich Recyclist zu absolvieren und sich dann mit der Berufsprüfung zum Umweltberater oder Natur- beziehungsweise Umweltfachmann weiterzubilden.