SSEF - Schweizerische Stiftung für Edelsteinforschung
Beschreibung
Das Schweizerische Gemmologische Institut SSEF mit Sitz in Basel zählt zu den weltweit führenden gemmologischen Laboren – insbesondere für hochwertige Farbedelsteine, Diamanten und Naturperlen. Die Abkürzung SSEF steht für «Schweizerische Stiftung für Edelstein-Forschung». Das Institut wurde 1972 von Branchenorganisationen gegründet, arbeitet unabhängig auf wissenschaftlicher Basis und ist eine international anerkannte Autorität in der Prüfung von Edelsteinen und Schmuck.
Als Non-Profit-Stiftung unter Schweizer Recht ist das SSEF frei von Marktdruck und Aktionärsinteressen – ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal, das objektive Prüfresultate und langfristig ausgerichtete Forschung garantiert. Zu den Kunden zählen Edelsteinhändler, Juweliere, Auktionshäuser und sogar Königshäuser. Legendäre Steine wie die Marie-Antoinette-Perle, der Aga-Khan-Smaragd oder der Rubin «Estrela de Fura» wurden mit SSEF-Reports verkauft.
Das Leistungsspektrum umfasst gemmologische Prüfberichte, Herkunftsbestimmung, Altersdatierung und DNA-Fingerprinting von Perlen sowie innovative Services wie GemTrack™. Ergänzend bietet das Institut On-Site-Testing in Bangkok, Hongkong und den USA an und betreibt seit 2001 eine eigene Bildungsabteilung mit gemmologischen Kursen auf allen Niveaus. Das Team besteht aus Gemmologinnen und Gemmologen mit wissenschaftlicher Ausbildung und internationalem Hintergrund, die mit Universitäten, Laboren und Forschungsinstitutionen weltweit zusammenarbeiten.
Über uns
«The Science of Gemstone Testing since 1972» – dieser Leitsatz prägt das Selbstverständnis des SSEF bis heute. Das Institut versteht sich nicht als kommerzieller Dienstleister, sondern als wissenschaftliche Instanz: Jeder Prüfbericht basiert auf reproduzierbaren, naturwissenschaftlichen Methoden und modernster Analytik. Das Engagement für wissenschaftliche Forschung bildet das Fundament der Expertise und Zuverlässigkeit in der Edelsteinprüfung – seit der Gründung 1972 steht das Institut an der Spitze bedeutender Fortschritte in der Gemmologie und hat selbst Instrumente und Methoden entwickelt, um Behandlungen wissenschaftlich nachzuweisen und die Herkunft von Edelsteinen zu bestimmen.
Der Stiftungsstatus ist dabei mehr als eine Rechtsform – er ist Haltung: Unabhängigkeit, Objektivität und der Schutz von Handel und Endkonsumenten stehen über kurzfristigen Interessen. Wissen wird nicht gehortet, sondern geteilt – durch Publikationen in internationalen Fachjournalen, das jährliche Facette-Magazin, Vorträge und ein breites Kursangebot. Wer beim SSEF arbeitet, trägt dazu bei, weltweit Vertrauen in Edelsteine zu schaffen.
Mission & Werte
Die vier Kernwerte des SSEF stecken bereits im Namen – und werden im Laboralltag konsequent gelebt:
Swiss Quality: Als in der Schweiz gegründetes Institut pflegt das SSEF die landestypischen Standards an Präzision, methodischer Strenge, Detailgenauigkeit und Zuverlässigkeit – über alle Forschungs-, Prüf- und Bildungsaktivitäten hinweg. Konkret heisst das: Jeder Stein wird mit derselben Sorgfalt geprüft, ob Auktions-Highlight oder Einzelstück eines Privatkunden.
Science and Innovation: Seit 1972 setzt das Institut mit Spitzenforschung Branchenstandards – Innovation entsteht aus dem Anspruch, Wissen durch Publikationen und Ausbildung zu teilen. Pionierleistungen wie das DNA-Fingerprinting von Perlen oder die Radiokarbon-Altersdatierung belegen dies eindrucksvoll.
Excellence: Exzellenz ist kein Benchmark, sondern der definierende Standard – in jeder Facette der Arbeit, getragen von höchster professioneller Integrität.
Foundation: Der Stiftungsstatus garantiert Unabhängigkeit – frei von Marktdruck und Aktionärsinteressen sind objektive Entscheidungen und langfristige Ziele möglich, im Dienst der Wissenschaft und zum Schutz von Handel und Konsumenten.
Geschichte
Die Geschichte des SSEF beginnt am 22. August 1972, als Schweizer Branchenorganisationen (UBOS: Union de la Bijouterie et Orfèvrerie Suisse) die Stiftung gründen. Nach der Eröffnung des Labors in Zürich steht zunächst die Diamantgraduierung im Zentrum. 1994 zieht das Labor nach Basel um – und das Institut testet als weltweit erstes gemmologisches Labor auf mögliche Beryllium-Diffusion in Korund.
Es folgen Meilensteine, die die Branche prägen: 2013 gelingt der Durchbruch beim DNA-Fingerprinting von Perlen, 2014 präsentiert das SSEF mit dem ASDI-Instrument die erste industrietaugliche, automatisierte Lösung zur Erkennung synthetischer Diamant-Melée. 2015 eröffnet das Institut ein neues Labor in Basel mit doppelter Kapazität, und 2017 führt es als erstes Gem-Lab der Welt die Radiokarbon-Altersdatierung von Perlen als Kundenservice ein.
Heute, über 50 Jahre nach der Gründung, ist das SSEF unter der Leitung von Dr. Michael S. Krzemnicki eine globale Referenz – mit On-Site-Testing auf drei Kontinenten und einer Erfolgsgeschichte, die kontinuierlich weitergeschrieben wird.
Karrierechancen
Beim SSEF in Basel arbeiten Fachkräfte an der einzigartigen Schnittstelle von Naturwissenschaft, Hightech-Analytik und der faszinierenden Welt der Edelsteine. Alle Labormitglieder sind Gemmologinnen und Gemmologen mit wissenschaftlicher Ausbildung und internationalem Hintergrund – das Umfeld ist akademisch geprägt, international vernetzt und technologisch auf höchstem Niveau.
Wer hier einsteigt, arbeitet mit modernster Analytik – von Raman-Mikrosonden über Spektrometrie bis zur hochauflösenden Massenspektrometrie (GemTOF) – und prüft regelmässig Steine, die später bei Sotheby's oder Christie's Auktionsrekorde erzielen. Laufende Forschungsprogramme zu Diamanten, Herkunftsbestimmung von Rubinen und Saphiren sowie neuen Methoden der Perlenanalyse bieten Raum für wissenschaftliche Profilierung, eigene Publikationen und Konferenzauftritte.
Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind aussergewöhnlich: Mit einer eigenen Education-Abteilung, die seit 2001 Kurse von Basic Gemmology bis Scientific Diamonds anbietet, ist lebenslanges Lernen institutionell verankert. Internationale Einsätze beim On-Site-Testing in Bangkok, Hongkong oder den USA sowie Kooperationen mit Universitäten weltweit erweitern den Horizont zusätzlich. Wer Präzision liebt, wissenschaftlich denkt und Teil eines kleinen, hochspezialisierten Teams mit globaler Strahlkraft sein möchte, findet hier einen Arbeitsplatz, wie es ihn weltweit nur eine Handvoll Mal gibt.