So gelingt der Jobwechsel: praktische Tipps

Abschnitte
    Rocken-Blog-Jobwechsel

    Der Jobwechsel gehört heute zum Berufsalltag. Der Einsatz bei verschiedenen Arbeitgebern wird als eine natürliche Veränderung und eine berufliche Weiterentwicklung angesehen, von denen alle Seiten gleichermassen profitieren. Nichtsdestotrotz ist der Jobwechsel ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft, der nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Dieser Beitrag geht auf berechtigte Gründe für eine berufliche Neuorientierung näher ein. Er dient als Inspiration für jene Arbeitnehmer, die vor der Entscheidung stehen, ob sie den Job wechseln sollen oder nicht.

    Berechtigte Gründe für den Wechsel des Arbeitgebers

    Gesundheit und Wohlbefinden

    Es kommt vor, dass die Arbeit krank macht. Dies liegt an verschiedenen Faktoren, darunter Überlastung und Stress am Arbeitsplatz. Ein gewisses Stressniveau gehört zwar zu vielen Berufen und kann die Motivation steigern. Sollte es in einen permanenten Zustand übergehen, wird es gesundheitsgefährdend. Ein geringes bzw. schlechtes Wohlbefinden am Arbeitsplatz wirkt genauso destruktiv und ist ein guter Grund, die Suche nach einem neuen Job zu starten.

    Hoher Ehrgeiz und Zielstrebigkeit

    Manchmal stimmen die Erwartungen der Mitarbeiter mit denen der Arbeitgeber nicht überein. Dies ist oft der Fall, wenn im Unternehmen starre Hierarchien und behäbige Kommunikationsstrukturen bestehen, die Selbstverwirklichung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter wesentlich beeinträchtigen. Die Experten sagen nicht ohne Grund, dass starre Hierarchien die motiviertesten Talente vergraulen. Für sie ist der Jobwechsel der einzige gute Weg, in der Karriere aufzusteigen.

    Unsicherheit am Arbeitsplatz

    Kein Job ist hundertprozentig sicher. Der Grund liegt daran, dass die Marktanforderungen über viele Branchen hinweg sehr dynamisch sind und ein schnelles Reagieren seitens der Unternehmen erfordern. Eine hohe Gefahr des Jobverlustes belastet auf Dauer die Psyche und kann zur Krankheit führen. Deswegen lohnt es sich, nach anderen beruflichen Optionen zu suchen, noch bevor sich die Unsicherheit am Arbeitsplatz in ein grosses Problem verwandelt.

    Mobbing und Gewalt

    Beides kann ein ungelöstes Trauma hervorrufen, das weitreichende Folgen für die psychische und physische Gesundheit hat. In der Arbeitswelt sind Mobbing und Gewalt in jeder Form fehl am Platz. Es beginnt meist harmlos und schleichend. Die betroffenen Mitarbeiter können oft erste Anzeichen von Aggression nicht erkennen, bis sie in der Klemme stecken. Der Jobwechsel und das mutige Vorgehen gegen die Übergriffe bedeuten eine reale Chance auf Veränderung.

    Geringschätzung und Nepotismus

    Fehlt die Anerkennung seitens der Vorgesetzten, wächst die Unzufriedenheit unter den Mitarbeitern. Die Arbeit macht keinen Spass mehr und wird als ein notwendiges Übel betrachtet. Noch schlimmer ist es, wenn die Günstlingswirtschaft zur dauernden Frustration und zu immer wieder neu entflammenden Konflikten zwischen den demotivierten Mitarbeitern führt. Der Jobwechsel ist die richtige Lösung für Mitarbeiter, die einen hohen Wert auf Respekt und Achtung legen.

    Bleiben oder Gehen? Die richtige Entscheidung treffen

    Es gibt viele Gründe, warum man den Jobwechsel sorgfältig überlegen sollte. Wir alle haben mal einen schlechten Arbeitstag, der auf verschiedene Faktoren zurückzuführen ist. Ein gelegentlicher Stillstand im Unternehmen, menschliche Fehler und Ratlosigkeit sowie Kritik der Kollegen sind kein Grund, um neue Wege zu gehen. Es gibt Entscheidungen im Berufsleben, die man später bereut. Ungenutzte bzw. verpasste Chancen sind oft die Folge.

    Welche Chancen auf dem Arbeitsmarkt habe ich? Welche Risiken und Nachteile bringt der Jobwechsel mit sich? Kann ich mir eine berufliche Veränderung leisten? Sind die aktuellen Probleme am Arbeitsplatz temporärer oder permanenter Natur? Was habe ich bisher unternommen, um sie zu beseitigen? Habe ich alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft? Sind meine Arbeitskollegen von diesen Problemen genauso betroffen und wie gehen sie damit um? Was sagt der engste Familien- und Freundeskreis dazu?

    Dies sind nur einige Fragen, die eine Entscheidungsfindung unterstützen können. Voreilige Entscheidungen, die rein emotional geprägt sind, können eine ganze Kette von negativen Entwicklungen im Berufsleben auslösen. Die selbstverschuldete Arbeitslosigkeit kann beispielsweise eine Lücke im Lebenslauf hinterlassen, die sich unter Umständen negativ auf zukünftige Bewerbungen auswirken kann. Je länger die Arbeitslosigkeit dauert, desto höher sind finanzielle Einbussen und Bewerbungskosten.

    Die Selbsttests und Checkliste zum Jobwechsel helfen, die Unsicherheiten zu überwinden und mögliche Optionen für eine berufliche Neuorientierung zu entdecken. Mit Selbsttests sind unter anderem Persönlichkeits- und Berufstests gemeint, die einen tieferen Einblick in die eigenen Bedürfnisse und Präferenzen am Arbeitsplatz gewähren. In der Checkliste dürfen Details zu Vorbereitungsmassnahmen und Dauer der Auszeit, Familien- und Karriereplanung, Work-Life-Balance und Mobilitätsbereitschaft nicht fehlen.

    Entscheidung gefallen: Der Jobwechsel in 5 Schritten

    Um den Wunsch nach einer beruflichen Neuorientierung in die Wirklichkeit umzusetzen, bedarf es nicht nur eines starken Willens als Triebkraft des Erfolgs. Der Jobwechsel ist keine leichte Aufgabe und lässt sich meist nicht spontan realisieren. Vielmehr ähnelt er einem mehrstufigen Prozess, in dem kleine Schritte eine grosse Wirkung erzielen. Erwähnenswert sind diesbezüglich vor allem:

    Schritt 1: Berufliche Ziele identifizieren

    Das Fundament einer erfolgreichen Neuorientierung ist die Zielidentifikation. Es geht darum, die richtigen Ziele für die berufliche Zukunft zu finden und zu erreichen. Je nachdem, was die Gründe für den Jobwechsel sind, können neue Ziele von den bisherigen stark variieren. Am wichtigsten ist, dass man sich mit den neuen Zielen identifiziert und diese langfristig verfolgen will.

    Schritt 2: Klaren Karriereplan erstellen

    Eine berufliche Neuorientierung geschieht nicht über Nacht. Sobald neue Ziele festgelegt worden sind, gilt es einen zukunftsorientierten Plan auszuarbeiten. Integrale Bestandteile bilden die eine detaillierte Beschreibung der gesuchten Stelle, ein für Bewerbung benötigter Zeitrahmen und eine kompakte Checkliste.

    Schritt 3: Selbstvermarktung betreiben

    Der Aufbau und die Pflege von „Marke Ich“ begleitet den Prozess einer beruflichen Umorientierung. Zu den bekanntesten Marketingmassnahmen, gehören die Veröffentlichung thematischer Blogs, Selbstpräsentation in den Businessnetzwerken wie XING und Co. sowie Knüpfung neuer Kontakte durch eine aktive Teilnahme an branchenrelevanten Events, darunter Messen und Fachkonferenzen.

    Schritt 4: Genaue Recherche durchführen

    Der Jobwechsel macht eine detaillierte Suche nach potenziellen Arbeitgebern und ihren Anforderungen notwendig. Neben den allgemeinen Unternehmensinformationen auf Webseiten und sozialen Medien lassen sich in diesem Zusammenhang auch branchenspezifische Neuigkeiten erkunden. Das ultimative Ziel ist es, mittels umfassender Recherchetätigkeiten die Bewerbungsunterlagen optimal zu erstellen und sich von der besten Seite zu zeigen.

    Schritt 5: Vorstellungsgespräch meistern

    Wurde die Bewerbung angenommen, kann man eine baldige Einladung zum Vorstellungsgespräch erwarten. Hier gilt es, die eigenen Stärken und Potenziale herauszustreichen. Eine sachliche Präsentation von eigenen Kompetenzen, bisherigen Projekterfolgen und Erfahrungen im jeweiligen Fachbereich schafft Vertrauen der Rekrutierer und eine gute Gesprächsgrundlage. Körpersprache, Augenkontakt und Lächeln sorgen zusätzlich für eine einprägsame Vorstellung.

    Noch ein Tipp: Die Probezeit erfolgreich durchstehen

    „Der erste Eindruck zählt“ lautet das alte Sprichwort. Es bezieht sich nicht allein auf ein persönliches Vorstellungsgespräch, welches das gegenseitige Kennenlernen zum Ziel hat. Der unterzeichnete Arbeitsvertrag ist zwar die Krönung der harten Bemühungen, gilt jedoch als keine Garantie für eine gute Zusammenarbeit und die Jobsicherheit. Welche weiteren Einflussfaktoren determinieren den Verbleib im Unternehmen?

    Es ist vor allem die Probezeit, die zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter dient und gemeinsame Erwartungen auf den Prüfstand stellt. Sie beginnt am ersten Arbeitstag und endet zu einem vertraglich festgelegten Termin, wobei hier landesweite Vorgaben streng zu beachten sind. Der neue Arbeitgeber lässt sich vorrangig durch ein hohes Mass an Leistungsbereitschaft, Verlässlichkeit, Teamorientierung und Eigeninitiative begeistern.

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