Du bist längst schon bereit für den nächsten Karriereschritt? Du willst beruflich weiterkommen, hast aber das Gefühl, man will dich im Job ausbremsen? Häufig hängen wir der veralteten Idee an, dass man bei der Karriereplanung nichts dem Zufall darf. Wir wollen auf der Karriereleiter nach oben klettern und dabei möglichst wenig Zeit verlieren. Veränderungen in der Kultur moderner Unternehmen zeigen uns, dass eine geradlinige Karriereplanung nicht immer der beste Rat ist. Im Folgenden zeigen wir, warum dies so ist. Ausserdem erhältst du Tipps für den beruflichen Aufstieg in Jobs in der Schweiz.
Lineare Karrieremodelle gehören der Vergangenheit an
Häufig lässt sich die Karriere nicht exakt nach den eigenen Vorstellungen meisseln. Zwar entspricht der geradlinige Aufstieg durch die Führungsebenen der klassischen Vorstellung von Karriere – die Realität sieht aber zunehmend anders aus. Berufliche Karrieren und Jobs in der Schweiz können heutzutage sehr unterschiedliche Wege nehmen. Eine rigide Planung steht den eigenen Zielen dabei häufig sogar im Weg.
In den Unternehmen haben sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend neue Formen der Zusammenarbeit und Organisation herausgebildet. Inzwischen setzen zahlreiche international wie national tätige Konzerne auf agile Strukturen und flache Hierarchien. Anstelle des Einzelerfolgs steht die gemeinsame Wertschöpfung im Mittelpunkt. In Zeiten von «New Work» sollte man Karrierepläne daher eher als Schleifen denken statt als konstanten Aufstieg.
Du wünschst dir, bei der nächsten Beförderung nicht wieder ausser Acht gelassen zu werden? Du hoffst, im nächsten Jahr in die nächsthöhere Gehaltsstufe aufsteigen zu können? Im Folgenden präsentieren wir fünf wichtige Punkte, die dir helfen können, deine Berufsplanung neu auszurichten. Natürlich unterstützen dich unsere Ratschläge auch, wenn du gerade auf Jobsuche bist.
Ein neuer Start
Tipp 1: Ziele und Prioritäten neu setzen
Ein wichtiger Schritt für mehr Zufriedenheit in Jobs in der Schweiz: Sieh deine berufliche Karriere nicht als Abfolge zuvor festgelegter Stationen an. Betrachte sie stattdessen als Weg zu einem Ziel. Hierzu gehört auch, deine Ziele so konkret wie möglich zu formulieren. «Viel Geld verdienen» beispielsweise ist kein ausreichend definiertes Ziel. Vielmehr solltest du dich fragen, warum du dieses Ziel verfolgst und welches Motiv sich hinter deinem Wunsch verbirgt. Geht es dir allein um finanzielle Sicherheit und die Absicherung fürs Alter? Möchtest du genug Geld haben, um dich in deiner Freizeit selbst verwirklichen zu können? Oder möchtest du Prestigepunkte sammeln und die Erwartungen deines Umfelds erfüllen?
Sobald du dir diese Fragen ehrlich beantwortest, verschieben sich einige Prioritäten vielleicht automatisch. Beispielsweise kannst du dir die Frage stellen, ob es überhaupt deine eigenen Ziele sind, die du verfolgst. Du stellst vielleicht fest, dass es dir gar nicht so wichtig ist, möglichst viel Geld zu verdienen. Wärst du vielleicht nur lieber in einer anderen beruflichen Position? Ist dir in Wahrheit die Work-Life-Balance wichtiger als das Gehalt? Du wirst sehen: Ist das Warum geklärt, ergibt sich das Wie häufig von selbst.
Übrigens: Auch Menschen auf Jobsuche hilft das Nachdenken über die eigenen Prioritäten garantiert weiter. Denn diese bestimmen die Kriterien bei der Berufswahl und damit die Zufriedenheit im nächsten Job.
Tipp 2: Eigene Motive überprüfen
Viele Arbeitnehmer:innen werden sich erst spät in ihrer Laufbahn bewusst, dass es ihnen an sinnvollen Zielen mangelt. Das ist häufig dann der Fall, wenn die Karriereplanung durch ein unerwartetes Ereignis plötzlich nicht mehr so läuft wie gewünscht. Ein solches Ereignis kann die Enttäuschung über eine ausbleibende Beförderung sein. Es kann sich aber auch um eine schwierige Führungskraft, eine längere Erkrankung oder eine Entfremdung vom Aufgabenfeld handeln.
An einem solchen Punkt in der Karriere geht es um den richtigen Umgang mit der Krise. Du solltest versuchen, alte Ziele und Motive zu überdenken und gegebenenfalls neu zu formulieren. Letztlich geht es darum, erneut (oder zum ersten Mal) klare, konkrete Ziele festzulegen und diese zu stärken. Gerade um Vertrauen in das Gelingen der eigenen Ziele aufzubauen, bedarf es eines hohen Masses an Selbstreflektion. Wie so oft im Leben heisst es auch hier: Ohne Fleiss kein Preis!
Tipp 3: Gelegenheiten erkennen und Verantwortung übernehmen
Häufig gelangen Menschen in höhere Positionen, weil sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Es gilt also, Gelegenheiten für einen Aufstieg zu erkennen und sie auch zu nutzen. Häufig gehen damit natürlich auch Abstriche einher, beispielsweise in der Freizeitgestaltung. Wird dir in Jobs in der Schweiz beispielsweise eine grosse neue Aufgabe angeboten, kann dies die erwähnte Gelegenheit sein. Wer grosse Ziele hat, sollte sich ausserdem nicht scheuen, mehr Verantwortung zu übernehmen. Denk daran: Das Angebot, an einem wichtigen Projekt mitzuarbeiten, kann deine Möglichkeit für einen beruflichen Aufstieg sein.
Tipp 4: Ein klares Karriereprofil entwickeln
Wer für alles offen ist, hat nicht immer die besten Karten – zumindest nicht, wenn es um die eigenen Karriereziele geht. Experten empfehlen, so früh wie möglich ein klares Profil zu entwickeln und sich an diesem zu orientierten. Idealerweise solltest du also bereits zu Beginn deiner beruflichen Laufbahn individuelle Präferenzen festlegen. Diese betreffen natürlich die Karriereplanung. Bevorzugst du zum Beispiel die klassische Idee von Karriere? Legst du Wert auf Aufstieg, Einfluss und Macht? Oder sind dir Punkte wie Selbstverwirklichung, Abwechslung und Vernetzung genauso wichtig oder sogar wichtiger? Wer sich frühzeitig bewusst macht, welcher Karrieretyp er ist, profitiert. Denn dann kann man sich der Wahl von Arbeitgebern und Unternehmen an den eigenen Wünschen für das weitere Leben orientieren.
Tipp 5: Die eigenen Ziele richtig kommunizieren
Natürlich ist es auch wichtig, die eigenen Ziele am Arbeitsplatz zu kommunizieren. Wer sich gut ausdrücken kann und ein Händchen fürs richtige Timing hat, ist hier im Vorteil. Beispielsweise ist es immer gut, die eigenen Ziele bei den regelmässig stattfindenden Mitarbeitergesprächen zu erwähnen. Es kann sich aber auch als wertvoll erweisen, deine Pläne in anderen Zusammenhängen zu platzieren – zum Beispiel im Gespräch mit dem Chef deines Chefs. Pass nur auf, dass du dabei niemandem auf die Füsse trittst.
Wer sich gut ausdrücken kann, hat noch einen weiteren Vorteil: Es gelingt dir besonders gut, andere zu motivieren. Es fällt dir leicht, mit anderen gemeinsame Visionen zu entwickeln und diese zu verfolgen. Das Resultat sind effizientere Arbeitsprozesse – für welche dein Chef dich am Ende vielleicht mit einer Beförderung belohnt.