Job hier, Privatleben da – Arbeitnehmern fällt es nicht immer einfach, die Balance zwischen Arbeit und Privatem zu halten. Damit Sie Beruf und Freizeit beziehungsweise Familie besser vereinbaren können, präsentiert Rocken® in diesem Artikel fünf Tipps.
Wie sieht die optimale Work-Life-Balance aus?
Vor dem Hintergrund der dynamischer werdenden Arbeits- und Lebenswelt bezeichnet der Begriff Work-Life-Balance die sinnvolle Verzahnung von den Anforderungen des Jobs und des Privatlebens. Für Arbeitnehmer geht also vor allem darum, die Belastungen, die Jobs und das Leben bereithalten, durch persönliche Erfolge und Glücksmomente auszugleichen. Eine gute Work-Life-Balance könnte dementsprechend ein Gleichgewicht zwischen einem Job, der ein ausreichendes Einkommen einbringt und einem positiven Privatleben sein.
Fehlende Work-Life-Balance: Wenn die Arbeit krank macht
Burnout – jeder kennt den Begriff beziehungsweise das Syndrom, das dahintersteht. Zwar hat nicht jeder, der sich gestresst fühlt, gleich einen Burnout. Doch tatsächlich steigt die Zahl derjenigen, die gesundheitsbedingt aus dem Job ausscheiden müssen. Die Tendenz, dass immer mehr Fehltage auf der Arbeit psychisch bedingt sind, nimmt ebenfalls zu. Psychisch bedingte Krankschreibungen werden häufiger und dauern länger als andere Gründe für Ausfallzeiten. Allein deshalb tun Unternehmen gut daran, ihre Mitarbeiter zur Stärkung ihrer Work-Life-Balance zu ermuntern.
Untersuchungen zeigen, dass dauerhaft lange Arbeitszeiten gesundheitliche Defizite nach sich ziehen. Sie erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und führen zu chronischem Stress, Müdigkeit und Depressionen. Außerdem können sie Schlafstörungen und Schlaflosigkeit zur Folge haben.
Sie sehen bei sich die Gefahr, dass Ihr Job beziehungsweise eine fehlende Work-Life-Balance Sie krank machen könnte? Dann sollten Sie selbst tätig werden, statt sich auf Massnahmen seitens Ihres Arbeitgebers zu verlassen. Diese fünf Wege führen zu einer verbesserten Work-Life-Balance.
5 Wege zu einer besserer Work-Life-Balance
Tipp 1: Zeitmanagement verbessern
Wer merkt, dass die eigene Work-Life-Balance. in Schieflage gerät, hat häufig Probleme mit dem eigenen Zeitmanagement. Viele Menschen nehmen sich in ihren Jobs zu viel vor oder schaffen nicht das, was sie sich vorgenommen haben. Die Folge sind Stress, Versagensgefühle und Überarbeitung. Inzwischen gibt es zahlreiche Angebote in Form von Seminaren und ähnlichem, die Ihnen Strategien für ein effektives Zeitmanagement vermitteln. Nehmen Sie die Chance wahr und optimieren Sie Ihre Produktivität. Die Work-Life-Balance profitiert dann automatisch.
Tipp 2: Bewusst Pausen machen
Damit der Stress des Tages von Ihnen abfällt, ist es wichtig, Pausen bewusst zu nutzen. Pausen – egal, ob zu Hause oder im Büro – dienen dazu, für einen Moment Abstand zu gewinnen. Wer den Arbeitsplatz dagegen nicht verlässt und nur schnell vor dem PC sein Mittagessen zu sich nimmt, verpasst diese Gelegenheit zur Erholung.
Ideal für die Mittagspause oder kleine Pausen zwischendurch sind kurze Spaziergänge. Diese regen das Herz und den Kreislauf an und tragen dadurch positiv zur Konzentrationsfähigkeit bei. Auch Gespräche mit anderen – beispielsweise beim Mittagstisch in der Kantine – bauen Stress ab. Unser Tipp: Sprechen Sie in den Pausen nicht nur über die Arbeit. Sinn und Zweck der Arbeitspause ist es schliesslich abzuschalten. Das fällt schwer, wenn man beim gemeinsamen Mittagessen die Themen vom Morgen wiederholt oder schon über das nächste Meeting spricht.
Tipp 3: Berufliche und private Termine gleichsetzen
Für viele Menschen kommt die Arbeit noch immer vor allem anderen. Wer diese veraltete Einstellung lebt, schadet jedoch nicht nur dem eigenen Körper und der psychischen Gesundheit, sondern belastet auch sein Familien- und Privatleben. Aus diesem Grund sollten private Verpflichtungen denselben Stellenwert einnehmen wie berufliche. Apropos Zeitmanagement: Idealerweise organisieren Sie Ihre Termine so, dass private und berufliche gar nicht erst in Konflikt miteinander geraten.
Tipp 4: Smartphone abschalten
Häufig wirkt sich die ständige Erreichbarkeit abträglich auf die Work-Life-Balance aus. Die Abgrenzung von Privatem und Beruflichem fällt einfach schwerer, wenn das Smartphone in der Tasche vibriert und sogleich E-Mails und WhatsApp-Nachrichten auf dem Bildschirm erscheinen.
Entweder sollten Sie sich also häufiger dagegen entscheiden, die eintrudelnden Arbeitsnachrichten überhaupt zu lesen. Oder Sie schalten das Smartphone einfach mal aus. So gewinnen Sie ein Stück Freizeit (und Freiheit) zurück. Übrigens: Dieser Tipp gilt auch für die Freizeit. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Aktivitäten und Gespräche, statt ständig am Handy zu hängen. Es fühlt sich am Anfang etwas komisch an, eine Weile nicht erreichbar zu sein. Doch machen Sie sich bewusst, dass Sie genau diese Zeit sich selbst und den Menschen in Ihrem Leben widmen.
Tipp 5: Nicht dem Trugschluss der «Unentbehrlichkeit» aufsitzen
Menschen, die sich nicht gut abgrenzen können, haben häufig ein stark ausgeprägtes Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein. Oftmals sitzen sie dem Trugschluss auf, unentbehrlich für das Unternehmen zu sein – und deshalb Überstunden anhäufen zu müssen. Viele Menschen glauben zudem, dass man ihnen diesen Arbeitseifer später danken wird und streben die Anerkennung ihres Arbeitsumfelds an.
Die Vorstellung von der eigenen Unentbehrlichkeit ist ein Irrglaube. Allgemein gilt, dass jeder ersetzt werden kann – egal, wie wichtig er für das Unternehmen sein mag. Sie können sich nicht abgrenzen, weil Sie sich für unersetzbar halten? Dann überlegen Sie noch einmal ganz genau und prüfen, ob dies wirklich der Fall ist. Fordern Sie Entlastung in Form von neuen Mitarbeitern ein, die Ihnen einen Teil Ihrer Aufgaben abnehmen.
Fazit
Natürlich ist es auch Sache des Arbeitgebers, Jobs und ein Umfeld zu gestalten, in dem die Arbeitnehmer eine gute Work-Life-Balance verfolgen können. Gleichzeitig obliegt es jedem Einzelnen, für die Verbesserung der eigenen Work-Life-Balance zu sorgen. Möglich wird dies zum Beispiel durch die Verbesserung des Zeitmanagements und das Einlegen von Pausen. Letztere sollte man möglichst nicht mit Arbeitsthemen verbringen, sondern nutzen, um wirklich abzuschalten. Genauso wichtig ist es, berufliche und private Verpflichtungen gleichzusetzen – und nicht immer den Erfordernissen des Jobs den Vorzug zu geben. Auch das Abschalten des Smartphones kann helfen, zwischendurch zur Ruhe zu kommen. Hier ist das Stichwort «Digital Detox». Statt die eigene Produktivität durch krank machenden Druck zu steigern, sollten Sie ab und zu offline bleiben und sich ohne digitale Einflüsse entspannen.