5 Tipps, um verschiedene Generationen am Arbeitsplatz zu integrieren

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    Auch für Jobs in der Schweiz gilt: Der demographische Wandel sowie der Fachkräftemangel haben zur Folge, dass sich immer mehr Generationen auf dem Arbeitsmarkt tummeln. Das Personalmanagement hat der Zusammenarbeit zwischen den Generationen lange Zeit wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Mittlerweile entwickeln Unternehmen zunehmend ein Bewusstsein für die Notwendigkeit eines effektiven Generationenmanagements. Wer auch zukünftig als attraktiver Arbeitgeber gelten möchte, muss jetzt handeln und sich auf die verschiedenen Generationen in der Arbeitswelt einstellen. Der folgende Beitrag gibt fünf essentielle Tipps, wie die Zusammenarbeit zwischen mehreren Generationen bei einem Job in der Schweiz gelingt.

    Stichwort Generationenmangement

    Der Begriff Generationenmanagement stammt aus den 1980er Jahren und bezeichnet eine besonders nachhaltige Form der Unternehmensführung. Die wichtigsten Führungsprinzipien sind der Respekt und die Wertschätzung aller im Unternehmen vertretenen Generationen. Ziel ist eine generationsübergreifende Vertrauenskultur, die die Zusammenarbeit fördert.

    Die verschiedenen auf dem Arbeitsmarkt tätigen Generationen unterschieden sich in Einstellungen und Meinungen sowie in den Erwartungen, die sie an einen Job in der Schweiz stellen. Die folgende Zusammenstellung ist lediglich ein Überblick und berücksichtigt nicht, dass es auch innerhalb der Generationen grosse Unterschiede geben kann:

    Als sogenannte Traditionalisten bezeichnet man die um 1950 Geborenen, die grundsätzlich viel Vertrauen ins Management setzen. Sie verfügen über langjährige Berufserfahrung und bringen häufig eine starke Arbeitsmoral und ein hohes Pflichtbewusstsein mit. Vom Arbeitgeber erwarten sie Kontinuität, also einen sicheren Arbeitsplatz in einem beständigen Unternehmen. Die ältere Generation ist mit einem traditionellen Führungsverständnis aufgewachsen und hat kein Problem mit Führungskräften, die klar vorgeben, was zu tun ist.

    Baby Boomer

    Die Baby Boomer stellen zurzeit den grössten Anteil der Weltbevölkerung dar und besetzen in der Arbeitswelt die meisten Führungspositionen. Führung beinhaltet für diese Generation vor allem das persönliche Gespräch. Die Baby Boomer erwarten von Führungskräften übergeordnete Strategien und Entscheidungen, aber auch ein Mitbestimmungsrecht. Mitarbeiter können Verbesserungsvorschläge machen, die endgültige Entscheidung liegt aber beim Chef.

    Generation X

    Die Generation X ist mit den neuen Technologien gross geworden und ist es daher gewöhnt, diese zur Kommunikation einzusetzen. New-Work-Modelle und die Möglichkeit, Arbeit und Familie miteinander zu vereinbaren, stehen für diese Generation im Mittelpunkt ihrer Erwartungen an die Unternehmensführung. Ausserdem legen sie Wert auf die Meinung der einzelnen Mitarbeiter und die Arbeit als Teamleistung. Sie wollen Verantwortung übernehmen, erwarten aber auch die lenkende Hand einer Führungskraft.

    Generation Y

    Die Generation Y, auch als Millennials bekannt, ist ebenfalls mit technologischen Innovationen aufgewachsen. Da diese Generation mit einer Vielzahl an Möglichkeiten konfrontiert ist, hat sie teilweise Probleme bei der Berufswahl. Die Millennials fordern zudem ein Umdenken in der Arbeitswelt. Dazu gehören beispielsweise flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten. Die Millennials kommunizieren ihre Bedürfnisse und ihre Kritik sehr offen. Neben der Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit ist der Generation Y auch der Spass an der Arbeit sehr wichtig. Deshalb legen sie bei der Jobsuche vor allem Wert auf Autonomie und Freiräume.

    Generation Z

    Die Generation Z stellt in Abgrenzung zu den Millennials eine vollkommen anders denkende Generation dar. Die ab 1996 Geborenen bewegen sich ganz selbstverständlich im Internet und sind äusserst lernfähig, wenn es um technische und digitale Kompetenzen geht. Die Kommunikation der Generation Z ist durch die Digitalisierung und ihr grosses Medienbewusstsein geprägt. Diese Generation sieht die sozialen Netzwerke und das ständige Teilen von Inhalten nicht als blossen Job, sondern als Teil ihres Lifestyles.

    Die jüngste unter den Generationen, die Generation Z, weiss, dass das Arbeiten durch die Digitalisierung immer und von überall möglich ist. Daher hat sich bei den jüngsten Arbeitnehmern die Tendenz entwickelt, gezielt zwischen Beruf und Privatleben trennen zu wollen. Die Generation Z bewegt sich in den sozialen Netzwerken wie ein Fisch im Wasser. Dennoch besteht eine klare Trennung zwischen den beruflichen Netzwerken wie XING und LinkedIn und der Zurschaustellung des Privatlebens auf Instagram oder Snapchat.

    Was ist beim Generationenmanagement zu beachten?

    Kommen unterschiedliche Mitarbeiter-Generationen zusammen, entstehen sowohl Chancen als auch Konfliktpotenziale. Aufgabe der Arbeitgeber ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Mitarbeiter befähigen, ihren vollen Einsatz zu leisten. Dafür müssen sich die Unternehmen einerseits auf die Bedürfnisse ihrer älteren Mitarbeiter einstellen (zum Beispiel über Gesundheitsprogramme) und andererseits neue Strategien entwickeln, um junge Arbeitnehmer auf Jobsuche von sich zu überzeugen.

    Wer die intergenerative Zusammenarbeit fördern möchte, sollte sich zunächst einen Überblick über die Einstellungen der unterschiedlichen Mitarbeiter-Generationen verschaffen. Dabei spielen die individuellen Anforderungen an den Job und den Arbeitgeber sowie die Wünsche zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben eine Rolle. Um Massnahmen für einen erfolgreichen Wissenstransfer zwischen den Generationen ableiten zu können, sollte ausserdem der Wissens- und Erfahrungsstand der Mitarbeiter abgefragt werden. Aufschlussreich kann es auch sein, mögliche Konfliktpotenziale zwischen den Generationen festzuhalten.

    Tipp 1: Nachhaltige Unternehmens- und Feedbackkultur

    Im Mittelpunkt des Generationenmanagements steht eine Führungs- und Unternehmenskultur, die auf Verständnis und Wertschätzung basiert. Hierbei geht es darum, ein Verständnis für die Bedürfnisse jeder einzelnen Generation zu entwickeln und alle Erwartungen ernst zu nehmen. Bei Missverständnissen gilt es zu vermitteln.

    Wichtig für das gegenseitige Verständnis ist eine offene und transparente Feedback-Kultur. Bei der Einführung von Feedbackstrukturen ist das Kommunikations- und Feedback-Verhalten der verschiedenen Altersgruppen zu berücksichtigen. Hilfreich können zum Beispiel regelmässige intergenerative Feedback-Runden sein.

    Tipp 2: Karrieremöglichkeiten

    Um den Wünschen aller Generationen zu begegnen, ist es sinnvoll, Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten anzubieten. Eine besondere Rolle spielt hierbei das Gesundheitsmanagement, dessen Relevanz immer mehr Arbeitnehmer als sehr hoch einschätzen.

    Für ein erfolgreiches Management der Generationen ist die Akzeptanz der Führungskräfte äusserst wichtig. Daher sollte auch das Management Schulungen wahrnehmen, die das Verständnis für die Stärken der einzelnen Generationen und den Umgang mit ihnen fördern.

    Tipp 3: Flexible Arbeitszeiten

    Um vor allem die jüngeren Generationen anzusprechen, ist es empfehlenswert, flexible Arbeitszeit-Modelle einzuführen. Viele Arbeitnehmer erwarten inzwischen auch, ihre Arbeitsbedingungen individuell aushandeln zu können.

    Tipp 4: Intergenerative Teams

    Intergenerative Teams stellen sicher, dass in einem Team unterschiedlichen Stärken, Kompetenzen und Erfahrungen zusammenkommen. So entstehen neue Ideen und Denkweisen und der Innovationsgeist profitiert. Generationenübergreifende Teams sorgen ausserdem dafür, dass sich die Generationen gegenseitig kennenlernen und ihre Stärken zu schätzen lernen.

    Tipp 5: Mentoringprogramme

    Unternehmenseigene Mentoring- und Beratungsprogramme helfen jungen Berufseinsteigern, indem man ihnen erfahrene Mitarbeiter zur Seite stellt. So wird zudem der Wissenstransfer zwischen den Generationen sichergestellt und das Wissen der älteren Arbeitnehmer geht nicht verloren. Umgekehrt ist es beispielsweise denkbar, dass die jüngeren Generationen bei technischen und digitalen Themen die Rolle des Mentors übernehmen.

    Fazit

    Nachhaltiges Wirtschaften beinhaltet neben dem Gesundheitsmanagement, das die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer erhalten soll, zunehmend das Generationenmanagement. Dessen Ziel ist es, den verschiedenen Mitarbeitergenerationen optimale Arbeitsbedingungen zu bieten und so die allgemeine Produktivität zu steigern. Es geht also darum, auf die jeweiligen Bedürfnisse aller Generationen einzugehen und sie anschliessend auf ausgleichende Art und Weise zusammenzuführen. Arbeitnehmer, die nach einem Job in der Schweiz suchen, sollten auf entsprechende Programme und Massnahmen der potenziellen Arbeitgeber achten.

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