Weshalb ist die Fluktuation in der IT-Branche so hoch?

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    Rocken Jobs Fluktuation in der IT Branche

    In der IT herrscht aufgrund der grossen Zahl offener Stellen eine hohe Fluktuation. Was sind die Gründe für die hohe Bereitschaft der IT-Experten, den Arbeitgeber zu wechseln? Ist die Freude am Wechsel gut oder schlecht für den eigenen Lebenslauf? Und wie lange sollte man den Jobwechsel hinauszögern? Rocken® gibt Erklärungen und liefert Tipps für den richtigen Absprung.

    Hohe Fluktuation in der IT-Branche

    Während das berufliche Credo unserer Eltern und Grosseltern Beständigkeit hiess, sieht die Situation heute ganz anders aus. Heutzutage lernen nur noch wenige Menschen einen Beruf und bleiben dann ihr ganzes Leben beim gleichen Unternehmen. Stattdessen sind häufige Wechsel des Arbeitgebers und sogar der Branche ganz normal.

    Wie häufig Arbeitnehmer ihren Job wechseln, wird von unterschiedlichen Aspekten bestimmt. Dazu gehören vor allem das Alter und die Berufserfahrung der Beschäftigten. Aber auch die Branche spielt eine grosse Rolle.

    Von häufigen Jobwechseln besonders betroffen ist der Wirtschaftszweig der Informations- und Kommunikationsdienste. Untersuchungen zeigen, dass die IT-Branche andere Bereiche in Sachen Fluktuation überholt hat. Selbst Unternehmen, die sich durch eine gute Rekrutierungsstrategie und ein optimales Onboarding hervortun, haben mit der Mitarbeiterbindung zu kämpfen.

    Gründe für den häufigen Arbeitgeberwechsel

    Eine Ursache für die hohe Fluktuation in IT-Jobs ist die grosse Zahl offener Stellen in der Branche. Wer mit seinem Arbeitgeber unzufrieden ist, wechselt ihn deshalb sehr viel schneller als früher. Und auch allgemein gilt: Die Bereitschaft zum Arbeitsplatzwechsel in der Bevölkerung steigt. Selbst Menschen, die nichts an ihrem Job auszusetzen haben, sind offen für einen Wechsel. Der Grund hierfür ist, dass die Ansprüche der Arbeitnehmer steigen. Viele Schweizer wechseln ihren Arbeitsplatz, wenn sie mit diesem Schritt ihr Gehalt, den Arbeitsweg oder die Flexibilität verbessern können.

    Gerade in der IT-Branche, in der bereits seit längerer Zeit akuter Fachkräftemangel herrscht, steigen die Forderungen der Arbeitnehmer. Angesichts der vielen offenen IT-Jobs können IT-Spezialisten es sich also leisten, hohe Ansprüche zu stellen. Insbesondere in den Bereichen Software-Entwicklung, Data Science, Anwendungsbetreuung, SAP und IT Consultants können IT-Fachleute wählerisch sein.

    Gründe für die freiwillige Fluktuation im IT-Bereich:

    – bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte

    – Suche nach vielfältigen Erfahrungen und beruflichen Herausforderungen

    – stagnierende Entwicklungsmöglichkeiten beim Arbeitgeber

    – zu niedriges Gehalt/wenig Anerkennung

    – schlechte Work-Life-Balance

    – Langeweile in der aktuellen Position

    – Unzufriedenheit mit Vorgesetzen bzw. der Unternehmensleitung

    – Stress und hohe Arbeitsbelastung

    An den guten Chancen für ITler wird sich in den nächsten Jahren nur wenig verändern. Schliesslich schreitet die Digitalisierung unvermindert voran und der Fortschrittsdruck auf Unternehmen nimmt zu. Als IT-Experte haben Sie also die besten Karten und können sich vor attraktiven Angeboten kaum noch retten. Sollten Sie mit Ihrem jetzigen Arbeitgeber unzufrieden sein, stehen Ihnen viele andere IT-Jobs offen. Im Folgenden erklären wir, wann es Sinn macht, einen unattraktiven Arbeitgeber zu verlassen, und wann Sie lieber noch ausharren.

    Jobwechsel in der IT – ja oder nein?

    Jobwechsel in der IT sind nichts Ungewöhnliches und gehören irgendwie dazu. Wer als IT-Fachkraft sehr lange beim gleichen Unternehmen arbeitet, wird teilweise sogar etwas schief angesehen. Unternehmen und Personaler wissen um die hohe Fluktuationsrate in der Tech-Branche. Häufig wird sogar erwartet, dass sich Bewerber bereits umgesehen haben und vielfältige Erfahrungen mitbringen.

    Arbeitnehmer dagegen, die viele Jahre in einer Firma verweilen, machen einen veränderungsresistenten Eindruck. Und gerade im Bereich IT-Jobs ist Veränderungsbereitschaft ein sehr hohes Gut. Schliesslich müssen IT-Experten ständig dazulernen, um hinsichtlich der neusten Entwicklungen auf dem laufenden zu bleiben. Ein Jobwechsel bietet da neue Perspektiven und Lernmöglichkeiten.

    Gleichzeitig zeichnen zu häufige Wechsel ebenfalls ein negatives Bild. Manche Arbeitgeber legen Ihnen einen Lebenslauf, der von häufigen Unterbrechungen gekennzeichnet ist, als Zeichen für eine generelle Unbeständigkeit aus. Eventuell unterstellt man Ihnen sogar, ein schwieriger Zeitgenosse oder fachlich ungeeignet zu sein.

    Der Blick der Arbeitgeber und Personaler auf Ihre Vita wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Ob Ihnen eine häufige Fluktuation als positiv oder negativ ausgelegt wird, hängt zum Beispiel von Ihrem Alter ab. Häufiges Wechseln gilt bei jungen Arbeitnehmerns als begrüssenswert. Im Gegensatz dazu, erwarten Arbeitgeber von den IT-Fachkräften zwischen 50 und 60 Jahren mehr Beständigkeit.

    Zum Teil spielt auch die Region eine Rolle. In grösseren Städten geht man häufig entspannter mit kürzeren Stationen in der Vita um als in ländlichen Gegenden. Entscheidend kann auch Ihr jeweiliges Fachgebiet sein. So erwartet man von Spezialisten (beispielsweise für eine bestimmte Programmiersprache oder ein Modul), dass sie den Arbeitgeber häufiger wechseln. Ein Beispiel ist der Bereich SAP. Hier ist es ganz normal, dass Arbeitnehmer Unternehmen öfter verlassen, um sich mit den verschiedenen Systemlandschaften vertraut zu machen.

    Der ideale Zeitpunkt für den Wechsel

    Wann ist der Wechsel zwischen IT-Jobs angebracht und wann nicht? Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Einen Jobwechsel forcieren sollte man allerdings nach frühestens drei Jahren. Der Grund: Drei Jahre entsprechen dem üblichen Projektzyklus in der IT. Während das erste Jahr dem Onboarding und der Eingewöhnung des Mitarbeiters dient, verbringt er die folgenden zwei Jahre mit dem ersten Projekt. Nach etwa drei Jahren im Job erfolgt (idealerweise) der erfolgreiche Abschluss des Projekts oder aber ein wichtiger Meilenstein. Nach etwa zweieinhalb Jahren kann man also mit der Jobsuche beginnen.

    Unser Tipp: Auch wenn es Sie nach Neuem verlangt – überstürzen Sie nichts! So sollten Sie Grossprojekte, in die Sie involviert sind, stets sauber zu Ende bringen. Wer weiss, wann Ihnen Ihr jetziger Arbeitgeber noch einmal über den Weg läuft. Überlegen Sie sich ausserdem genau ihre Gründe für den Wechsel. Liegt es am Gehalt? Stören Sie sich an anderen Dingen, beispielsweise der Beziehung zu Ihren Kollegen oder einem Vorgesetzten? Könnte man diese Probleme auch ohne einen Arbeitgeberwechsel lösen?

    Zum einen spielen diese Überlegungen für Sie selbst eine wichtige Rolle. Zum anderen ist es gut möglich, dass Sie im Vorstellungsgespräch gefragt werden, warum Sie Ihren Job wechseln wollen. Für diesen Fall sollten Sie sich nachvollziehbare Argumente bereitlegen.

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