Informatiker gestalten den fortschreitenden digitalen Wandel aktiv mit. Wie die Branche, entwickelt sich auch das Berufsbild des Informatikers stetig weiter – und ist durch einen akuten Fachkräftemangel geprägt. Deine Chancen, in diesem Bereich Karriere zu machen, sind dementsprechend gut. Doch was genau erwarten Arbeitgeber in der Schweiz von Informatik-EinsteigerInnen in IT Jobs? Rocken® Jobs verrät es dir.
Der Reiz der Informatik: Überdurchschnittlich gute Karriere- und Gehaltsaussichten
Auch sehr gut bezahlte Informatiker Jobs in der Schweiz bleiben häufig unbesetzt. Betroffen sind nicht nur einzelne Berufsgruppen, sondern die gesamte Ingenieurs-, Technik- und Informatikbranche. Zwar werden in Jobs in der Schweiz in den Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) immer mehr Beschäftigte angestellt. Trotzdem prognostizieren Experten bis zum Jahr 2026 einen Mangel an 40’000 Fachkräften. Derzeit finden sich 38 Prozent dieser offenen Stellen in der Software-Entwicklung.
Aufgrund des akuten Fachkräftemangels sind die Löhne in der ICT-Branche äusserst attraktiv. So beträgt das landesweite Durchschnittsgehalt von InformatikerInnen zwischen 35 und 45 Jahren rund CHF 100’000.-. Im schweizweiten Vergleich ergeben sich einige regionale Unterschiede: Während ausgebildete InformatikerInnen in Zürich einen mittleren Jahreslohn von CHF 90’200.- brutto verdient, sind es im Kanton Wallis CHF 73’200.-. Damit verdienen InformatikerInnen in der Schweiz durchschnittlich CHF 1’600.- mehr im Monat als Menschen mit anderem Abschluss.
Doch nicht nur beim Einstiegsgehalt, auch im weiteren Karriereverlauf sind die Unterschiede gross. Denn InformatikerInnen haben die Möglichkeit, ihr Gehalt durch Weiterbildungen anzuheben. Beförderungen fallen hinsichtlich des Gehalts sehr grosszügig aus: So verdienen InformatikerInnen nach den ersten sechs bis zehn Jahren im Beruf etwa CHF 10’000.- brutto mehr im Jahr als zu Beginn. Natürlich hängt die Möglichkeit für grosse Gehaltssprünge auch vom Arbeitgeber ab. Insbesondere grosse Unternehmen wie Microsoft, SAP oder IBM zahlen den begehrten Fachkräften hohe Gehälter. Darüber hinaus gelten auch Automobilkonzerne als lukrative Arbeitgeber für InformatikerInnen.
Hohe Anforderungen an BerufseinsteigerInnen
Der Einstieg in eine gut bezahlte Laufbahn als InformatikerIn jedoch ist nicht einfach. Dabei ist das Angebot an Informatik-Ausbildungen in der Schweiz riesig. Neben einer Ausbildung kann man ein IT-Studium an einer der Universitäten des Landes absolvieren. Auf der Webseite «ICT Berufsbildung» hilft dir der Online-ICT-Check bei der Entscheidung, welcher Informatik-Beruf der richtige für dich ist.
Auch QuereinsteigerInnen bietet sich die Möglichkeit, Karriere in der Informatik zu machen. Aufgrund der hohen fachlichen Anforderungen müssen Betroffene dafür aber eine passende Informatik-Weiterbildung vorweisen können. Zudem bieten manche Fachhochschulen interessierten QuereinsteigerInnen Vorkurse an, mit denen sie im Anschluss ins Informatikstudium starten können.
Sowohl Schulen und Universitäten als auch Arbeitgeber stellen hohe Anforderungen an Lernende und BerufseinsteigerInnen. Und das nicht ohne Grund: Schliesslich entwickeln, installieren und betreiben InformatikerInnen komplexe Informatiklösungen. Überdurchschnittliche Leistungen in den naturwissenschaftlich-mathematischen Fächern sowie Englisch sind daher ein Muss. Ausserdem sollte, wer die vierjährige Lehre zum Informatiker EFZ antreten möchte, logisch-abstraktes Denkvermögen, viel räumliche Vorstellungskraft und eine ausgeprägte Konzentrationsfähigkeit mitbringen. Ein Faible für Computerspiele reicht also nicht aus. Stattdessen geht es in den Berufsfeldern der Informatik darum, anspruchsvolle technische Probleme zu lösen. Dabei sind häufig Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit gefragt.
Experten raten AnfängerInnen zudem dazu, während der Ausbildung oder des Studiums möglichst viele praktische Erfahrungen zu sammeln. Da die Branche hochspezialisiert ist, ist es wichtig, sich in einem spezifischen Bereich auszubilden. BewerberInnen können ausserdem mit Erfahrungen im Rahmen von Projektarbeiten punkten.
Soft und Hard Skills
In IT Jobs sind interdisziplinäres Denken und Arbeiten ein absolutes Muss. Neben Hard Skills, die du im Studium oder der Lehre erwirbst, werden aber auch einige Soft Skills immer wichtiger. Dabei handelt es sich um soziale Kompetenzen, die zukünftige Arbeitgeber von BerufseinsteigerInnen erwarten. Beispielsweise wünschen sich Personaler von BewerberInnen ein selbstbewusstes Auftreten und Verhandlungsgeschick. Darüber hinaus gewinnt auch die Kommunikationsfähigkeit angehender InformatikerInnen immer mehr an Bedeutung. Schliesslich sollten sich Informatik-Fachkräfte nicht nur in der digitalen Welt bestens zurechtfinden. Stattdessen sind sie aufgefordert, auch mit anderen Unternehmensbereichen, mit Kunden oder Geschäftspartnern zusammenzuarbeiten.
Dir ist immer noch nicht klar, welche Skills du für IT Jobs mitbringen solltest? Diese Liste bringt Licht ins Dunkel und verrät dir, welche Voraussetzungen wichtig werden können:
- Faible für Computer und analytisches Denken
- Teamfähigkeit
- Begeisterung für technische Zusammenhänge
- Interesse an neuesten IT-Trends
- Englischkenntnisse
- psychische Belastbarkeit
- Organisationstalent
- schnelle Auffassungsgabe
- Bereitschaft für Verantwortung
- Geduld und Kommunikationskompetenz
Kontinuierliche Weiterbildung
In den meisten Unternehmen agieren Informatik-Abteilungen heutzutage nicht mehr isoliert und «nur für sich». Stattdessen arbeiten InformatikerInnen eng mit anderen Abteilungen zusammen. Mitarbeiter in IT Jobs sollten aus diesem Grund neben ihren fachlichen Fähigkeiten auch Teamfähigkeit und Flexibilität mitbringen. Da die IT-Lösungen letztlich immer dem wirtschaftlichen Erfolg der Firma dienen, ist auch eine geschäftsorientierte Denkweise sehr wichtig. Teamorientierung und gute Kommunikations- und Problemlösungskompetenzen sind bei EinsteigerInnen wie Fortgeschrittenen also besonders gefragt.
Arbeitgebern kommt es bei der Rekrutierung zunehmend auch auf die besondere Motivation von InformatikerInnen an. Für diese sollte daher das Mitgestaltungs- und Entwicklungspotenzial eines IT Jobs im Mittelpunkt stehen. Vielen Arbeitgebern geht es darum, MitarbeiterInnen zu gewinnen, die etwas bewegen wollen. Gute Karten im Bewerbungsgespräch hat daher derjenige, der sein Interesse an innovativen Technologien und seine Offenheit für Neues besonders gut vermitteln kann. Für InformatikerInnen ist es ausserdem wichtig, die eigenen Kompetenzen im Rahmen der internen Zusammenarbeit auszubauen. Dazu zählen eine starke Kunden- und Nutzenorientierung sowie eine gute Beratungsfähigkeit.
Da sich die Branche stetig weiterentwickelt, sind IT Jobs Berufe mit Zukunft. Wer Interesse an IT Jobs hat, sollte sich aber über Folgendes klar sein: Weil das fachliche Wissen in der IT eine sehr geringe Halbwertszeit hat, sind Weiterbildungen ein Muss. Um in der sich ständig differenzierenden Branche mithalten zu können, gilt es, sich alle zwei bis drei Jahre weiterzubilden. Häufig werden notwendige Weiterbildungen vom Arbeitgeber angeboten. Es gibt aber auch zahlreiche Einrichtungen, die die entsprechenden Fortbildungen anbieten. Mit der richtigen Weiterbildung kannst du deine Karriere befeuern – und beispielsweise vom Junior- zum Senior-Informatiker aufsteigen.