Sicherlich hast Du in der Vergangenheit auch schon mindestens einmal gehört, dass sich diejenigen, die Ziele erreichen möchten, selbige zunächst setzen müssen. Wie wäre es ansonsten möglich, die entsprechenden Erfolge nachzuhalten? Deshalb braucht es eine Karriereplanung.
Wenn Du bereits genau weisst, wie Du Dir Deine berufliche Laufbahn vorstellst, ist es definitiv sinnvoll, sich frühzeitig mit der Ausarbeitung eines Karriereplans auseinanderzusetzen. Und falls nicht, bietet sich eventuell erst recht ein Besuch bei der Karriereberatung an. Dieser bietet Dir gegebenenfalls die Möglichkeit, mehr über Dich und Deine Fähigkeiten zu erfahren.
Aber warum ist es eigentlich so wichtig, in Bezug auf Deine Karriereplanung keine Kompromisse einzugehen? Und welche Details werden relevant, wenn es darum geht, die Grundlage für Dein weiteres Berufsleben zu schaffen? Antworten auf diese und weitere Fragen findest Du in den folgenden Abschnitten.
Die richtige Karriereplanung: Warum ist sie so wichtig?
Im ersten Schritt solltest Du Dich davon verabschieden, dass es sich bei einer erfolgreichen Karriere um eine Art Selbstläufer handelt. Das bedeutet, dass Dir Dein Traumjob – zumindest aller Wahrscheinlichkeit nach – nicht in den Schoss fallen wird. Gleichzeitig ist es wichtig, im Hinterkopf zu behalten, dass die richtige Karriereplanung immer individuell ist. Das bedeutet: Das, was für Dich passt, muss nicht zwangsläufig auch für andere die richtige Wahl sein.
Unabhängig davon, wie das Ergebnis Deiner Karriereplanung aussieht, gilt jedoch, dass Du auf unterschiedlichen Ebenen profitieren kannst. Unter anderem, weil:
- Dir ein Karriereplan dabei hilft, Dich zu orientieren und herauszufinden, was Du wirklich willst
- Du auf Basis Deiner Recherchen quasi dazu „gezwungen“ bist, Dich mit Berufsbildern und ihren unterschiedlichen Charakteristika auseinanderzusetzen
- Du herausfinden kannst, was es braucht, um letztendlich in Deinem Traumberuf zu arbeiten.
Kurz: Mit einer Karriereplanung hast Du die Möglichkeit, bei Deiner Berufswahl (und auf dem Weg dorthin) fundierter vorzugehen. Du beugst Spontanentscheidungen vor und hast – zumindest dann, wenn Du frühzeitig angefangen hast – die Chance, unterschiedliche Optionen miteinander zu vergleichen. Immerhin hat niemand behauptet, dass die Suche nach dem Traumjob einfach wäre.
Die 4 wichtigsten Schritte für Deine Karriereplanung
Je genauer Du Dich mit Deiner Karriereplanung auseinandersetzt, desto besser kannst Du die mit ihr verbundenen Schritte planen. Denn: Unabhängig davon, für welchen Beruf und für welche Branche Du Dich entscheidest, durchläufst Du in der Regel vier verschiedene Phasen, bevor Du Dich irgendwann in Deinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedest. Und in jeder Phase hast Du – zumindest ein Stück weit – die Chance, die Weichen rund um Deine Karriere neu zu stellen.
Die Eintrittsphase
Die Eintrittsphase Deiner Karriereplanung liegt noch vor Deinem Studium. Während dieser Zeit wirst Du mit vielen verschiedenen Fragen konfrontiert. Du überlegst, was Du von Leben und Deinem Beruf erwartest, wofür Du Dich interessierst und vielleicht auch, wie viel Du später einmal verdienen möchtest. Dass Du hier hin und wieder unsicher bist, ist absolut normal. Immerhin handelt es sich hierbei um eine Art von „Selbstfindung“, die einen deutlichen Kontrast zur Schulzeit darstellt.
Die Aufbauphase
Du hast es geschafft! Du hast Dich für einen Studiengang entschieden, mit dem Du Dich im Idealfall identifizierst und der Dir Spass macht! Hierauf gilt es nun, aufzubauen! Dies gelingt Dir, indem Du während Deines Studiums Erfahrungen sammelst und Dich gegebenenfalls schon früh spezialisierst. So kannst Du noch ein wenig besser auf Deinen künftigen Traumjob hinarbeiten.
Die Orientierungsphase
Während der Orientierungsphase befindest Du Dich bereits im Beruf. Du weisst, was Du willst, und bist dazu in der Lage, Prioritäten zu setzen. Vielen Menschen ist es während dieser Zeit zudem wichtig, der so oft zitierten Quality Time in ihrem Leben ein hohes Mass an Bedeutung zu geben.
Die Identitätsphase
Während der Identitätsphase zeigt sich, ob Du mit den Entscheidungen aus den ersten drei Phasen zufrieden bist oder nicht. Denn: Du bist angekommen. Nun ist es an der Zeit, zurückzuschauen und sich zu fragen, was gut und was schlecht gelaufen ist.
Obwohl sich die obigen Abschnitte etwas standardisiert anhören, bedeutet dies nicht, dass Dein Leben genauso verlaufen müsste. Eventuell hast Du Dein Studium gestartet, ohne genau zu wissen, in welchem Beruf Du später einmal arbeiten möchtest. Vielleicht hast Du auch während des Studiums gemerkt, dass Du Dich für einen Studiengang entschieden hast, der absolut nicht zu Dir passt? Fehlentscheidungen gehören zum Leben dazu. Dennoch hast Du die Chance, das mit ihnen verbundene Risiko auf der Basis einer fundierten Karriereplanung so gering wie möglich zu halten.
Diese Fragen solltest Du Dir stellen
Wenn Du die Grundlage für einen fundierten Karriereplan schaffen möchtest, ist es sinnvoll, im ersten Schritt eine Art „Brainstorming“ zu betreiben. Die folgenden Überlegungen helfen Dir dabei, Dich und Deine Fähigkeiten ein wenig besser kennenzulernen und möglicherweise von vornherein einige Berufe und Studiengänge auszuschliessen.
- Was kann ich besonders gut?
- Welche Skills fehlen mir, beziehungsweise wo liegen meine Schwächen?
- Wie wichtig ist es mir, viel Geld zu verdienen?
- Lege ich Wert auf einen sicheren oder auf einen besonders abwechslungsreichen Job?
- Wäre ich bereit, für meinen Job umzuziehen? (Falls ja: Wohin?)
- Welche Chancen habe ich, in dem Beruf, den ich mir ausgesucht habe, Fuss zu fassen?
- Welche Tätigkeit würde mich auf lange Sicht glücklich machen?
- Wie wird sich mein Leben in den kommenden Jahren verändern und ist der Job, den ich mir ausgesucht habe, gut mit dem Alltag in einer Familie vereinbar?
Sicherlich hat jeder individuelle Vorstellungen davon, welche Fragen und Überlegungen aus dieser Liste besonders wichtig sind. Und natürlich hast Du die Möglichkeit, diese Auflistung noch weiter zu ergänzen.
Solltest Du Dir unsicher sein, ob Du wirklich an alles gedacht hast: Heutzutage gibt es zahlreiche Hilfs- und Beratungsangebote, die Dir sicherlich weiterhelfen.
Und wie gesagt: Wenn sich im Laufe Deines Lebens zeigt, dass Du Deine Karriere zwar geplant, aber einen falschen Fokus gesetzt hast, besteht in den allermeisten Fällen die Möglichkeit, sich – auch in der zweiten Lebenshälfte – noch umzuorientieren.