Du wurdest von Deinem Traumarbeitgeber zum Assessment Center eingeladen? Herzlichen Glückwunsch, dann hast Du es in die engere Auswahl geschafft und bist nur noch wenige Schritte von einem Jobangebot entfernt. Offensichtlich haben Deine Bewerbung sowie Dein Auftreten beim ersten Vorstellungsgespräch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Du weisst nicht, was Dich beim Assessment Center erwartet und wie Du dich verhalten sollst? Damit Dir Deine Nervosität keinen Strich durch die Rechnung macht, haben wir wertvolle Tipps für Dich gesammelt. Der Beitrag erklärt, was ein Assessment Center eigentlich ist, und bereitet Dich auf alle damit verbundenen Herausforderungen vor.
Assessment Center – was ist das eigentlich?
Du sehnst Dir die Zeiten zurück, in denen Bewerbungen um Jobs in der Schweiz noch ohne Assessment Center abliefen? Damals schickten Interessierte die erforderlichen Bewerbungsunterlagen an das ausschreibende Unternehmen. Anschliessend wurden sie – wenn sie dem jeweiligen Bewerberprofil entsprachen – zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Während des Treffens nutzten Arbeitgeber und Personaler die Zeit, um tiefergehende Fragen zu Qualifikationen und Fähigkeiten zu stellen und den Kandidaten kennenzulernen. Wenn man Glück hatte, folgte nach einer gewissen Wartezeit eine Zusage.
Heute zeigen immer mehr Unternehmen ein verstärktes Interesse daran, Jobs in der Schweiz mit den besten Kandidaten zu besetzen. Häufig fliessen viel Geld und Zeit in die Auswahl der richtigen Bewerber und die Personalentwicklung. Für Jobs in der Schweiz spielen Assessment Center bereits seit einigen Jahren eine wichtige Rolle. Doch worum handelt es sich bei dieser Methode eigentlich genau? Wie läuft die Teilnahme an dem Verfahren für Jobs in der Schweiz ab? Und welche Möglichkeiten hast Du, um Dich darauf vorzubereiten?
Aber warum betreiben überhaupt immer mehr Unternehmen diese Form der Personalauswahl für Jobs in der Schweiz? Zuallererst: Der Begriff Assessment Center stammt aus dem Englischen, wo «assess» beurteilen beziehungsweise bewerten bedeutet. Und genau das will das Assessment Center: Mit Hilfe von Tests und Übungen will man die Belastbarkeit, das Sozialverhalten und die Organisationsfähigkeit der Bewerber ermitteln. Letztlich dient dies der Beurteilung der Kandidaten, die sich in den vorherigen Job Interviews als die geeignetsten hervorgetan haben. Mittels verschiedener Tests in praxisnahen Situationen wirst du im Assessment Center auf die Probe gestellt. Häufig geschieht dies in sogenannten Arbeitssimulationen, also einer Umgebung, die dem späteren Arbeitsumfeld ähnelt.
Auf diese Weise filtern die Recruiter aus dem Kreis der Kandidaten denjenigen heraus, der am besten für die vakante Stelle geeignet ist. Assessment Center dauern in der Regel zwischen ein und höchstens drei Tagen und finden im jeweiligen Unternehmen statt. Üblicherweise müssen sich die Kandidaten in dieser Zeit mit zwei bis 15 Mitbewerbern messen. Die zu absolvierenden Fragestellungen, Tests und Prüfungen nehmen sowohl die fachlichen als auch die soziale Kompetenzen der Teilnehmer unter die Lupe.
Wie läuft die Teilnahme an einem Assessment Center ab?
Der Ablauf der Auswahlverfahren ist niemals einheitlich, sondern variiert je nach Unternehmen und der zu besetzenden Stelle. Assessment Center für Jobs in der Schweiz beginnen in der Regel aber mit einer Vorstellungs- und Kennenlernrunde der Teilnehmer. Bereits hier sollten die Teilnehmer genau auf ihr Verhalten achten, denn sie werden von den Personalern beobachtet.
Die sogenannten Assessoren beobachten und dokumentieren, wer von Anfang an eine Führungsrolle einnimmt und sich ruhig und professionell gibt. Auch nervöses Verhalten oder unangenehmes Sich-in-den-Vordergrund-drängen wird genau erfasst. Für Dich als Teilnehmer eines Assessment Centers gilt deshalb: Bleibe so gelassen wie möglich. Denk an Deine Aussenwirkung und achte in der Vorstellungsrunde darauf, nicht zu übertreiben und keine unwichtigen Details zu teilen.
Im Anschluss sind die Kandidaten aufgefordert, Tests und Aufgaben zu lösen. Einige davon sind im Alleingang, andere in Teamarbeit mit den anderen Bewerbern zu absolvieren. Die Inhalte der Tests variieren je nach Unternehmen und ausgeschriebener Stelle. Sehr häufig anzutreffende Aufgabenstellungen sind Gruppendiskussionen und Rollenspiele. Hierbei achten die Assessoren auf dein soziales Verhalten und darauf, ob du Deine Position auch gegen Widerstände durchsetzen kannst.
Eine weitere Aufgabe, die häufig auch in Online-Assessment-Centern zum Einsatz kommt, ist die sogenannte Postkorbübung. Diese dient dazu herauszufinden, wie gut die Teilnehmer Prioritäten setzen können. In der Regel sind dafür unter Zeitdruck verschiedene Dokumente in einer ganz bestimmten Reihenfolge abzuarbeiten. Die Assessoren überwachen diesen und alle weiteren Tests und finden so mehr über die Stärken und Schwächen der Teilnehmer heraus.
Die optimale Vorbereitung auf das Assessment Center
Eine Einladung zum Assessment Center ist – auch wenn die Nervosität spürbar ist – eine gute Nachricht. Bleib also ruhig und ruf Dir in Erinnerung, Dass du zur engeren Auswahl gehörst. Zusätzlich hast Du auch die grösste Schwierigkeit auf dem Weg zu Deinem Traumjob überwunden.
Wie bereits dargestellt, kann ein Assessment Center sehr unterschiedlich ablaufen und vielfältige Aufgaben beinhalten. Daher lässt nicht genau vorhersagen, welche Tests auf Dich zukommen werden. In jedem Fall ist aber wichtig, dass Du ausgeruht und in passender Kleidung zum Assessment Center erscheinst. Ausserdem solltest Du ein gewisses Branchenwissen mitbringen. Idealerweise informierst Du Dich vorab über branchenspezifische Ereignisse – und über solche in Politik und Wirtschaft. Häufig stellen die Personaler zu Beginn allgemeine Fragen, um herauszufinden, wie es um Dein Wissen zum Weltgeschehen bestellt ist.
Oftmals kommt es während des Assessment Centers zu hitzigen Diskussionen, die durchaus emotional und stressig sein können. Schliesslich wollen die Personaler wissen, wie die Teilnehmer unter Stress reagieren und wie sie mit solchen Situationen umgehen. Deshalb solltest Du in Debatten mit den anderen Teilnehmern freundlich, aufgeschlossen und entspannt bleiben. Trotzdem solltest Du versuchen, die anderen Kandidaten von Deinen Argumenten zu überzeugen. Bleibe dabei aber stets authentisch und Deiner eigenen Art treu. Personaler merken schnell, wenn Du Dich verstellst und eine Rolle spielst statt Deine Persönlichkeit einzubringen.
Auch bei den anstehenden Intelligenztests und dem Abfragen der sonstigen Kompetenzen gilt es, sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Stattdessen sollte man sich auf die eigenen Stärken konzentrieren. Wichtig ist ausserdem, ruhig zu bleiben und die Aufgaben gründlich durchzulesen.
Eine gute Möglichkeit, an der eigenen Aussenwirkung zu arbeiten, ist das Üben mit Freunden oder Verwandten. Bitte beispielsweise eine Freundin oder Deinen Partner darum, mit Dir zu trainieren. In Frage kommen dafür beispielsweise Frage-Antwort-Runden oder eine Gruppenmoderation.