Im Grunde genommen müsste gar von Kebap die Rede sein – so die eigentliche Schreibweise des türkischen Worts. Die Eindeutschung zu Kebab hat sich seit den 70er Jahren jedoch insbesondere im mitteleuropäischen Raum rasant ausgebreitet und etabliert.
Döner Kebab ist ein zusammengesetzter Begriff aus den Worten Döner, das für «gedreht» bzw. «drehend» steht, und Kebab, was so viel wie «gegrilltes oder gebratenes Fleisch» bedeutet. Döner Kebab ist demnach nichts anderes als die Bezeichnung einer Zubereitungsart des Nahrungsmittels Fleisch: «gedrehtes Fleisch» bzw. «sich drehendes Fleisch».
Die Geschichte des Döner Kebabs beginnt vermutlich in Anatolien. Aus schriftlichen Überlieferungen aus dem 19. Jahrhundert weiss man, dass zu dieser Zeit für den sogenannten Şiş Kebab das Lammfleisch am Spiess gebraten und in Brotteig gewickelt serviert wurde.
Diese und ähnliche Zubereitungsarten am damals noch horizontalen Spiess waren im gesamten Osmanischen Reich an der Tagesordnung. Doch diese Art der Grillkunst wirkte für zahlreiche Städter, die in unmittelbarer Umgebung von Restaurants wohnten, als unangenehme Belästigung. Bis ein gewisser Herr Iskender Efendi, seinerzeit Metzger und Koch in Bursa, auf die Idee kam, das Fleisch von den Knochen zu trennen, den Spiess mit den Fleischstücken zur geometrischen Form, wie wir sie heute kennen, zu bestücken und nicht horizontal mit allen nach sich ziehenden lästigen Nebenerscheinungen zu grillen – sondern vertikal.