EBG Eisenbahner Baugenossenschaft Nidau
Beschreibung
Die Eisenbahner-Baugenossenschaft Nidau (EBG Nidau) wurde am 29. April 1910 gegründet, um den Wohnraumbedarf der Eisenbahner im Schweizer Seeland zu decken. Die Initiative entstand, als der private Wohnungsmarkt zu teuer oder zu knapp war und die Bahnen selbst nicht im Wohnungsbau tätig werden wollten. In den Anfangsjahren musste die Genossenschaft große Hürden bei der Beschaffung von Bankkrediten, Hypotheken und Bauland überwinden.
Eines der Gründungsmitglieder der EBG Nidau war Guido Müller, der spätere Bieler Stadtpräsident und Präsident der EBG Nidau von 1912 bis 1916. Die ersten Häuser im Hoffmattenquartier wurden 1914 bezugsfertig, gefolgt vom Rennweg auf Bielerboden im Jahr 1925 und den gelben Häusern im Hoffmattenquartier im Jahr 1929. In den Jahren 1948 und 1965 wurden weitere Wohnungen an der Orpundstrasse in Biel und an der Gotthelfstrasse fertiggestellt.
Die EBG Nidau hat in ihrer Geschichte immer wieder herausfordernde Phasen erlebt, insbesondere in den 1960er Jahren, als zahlreiche Renovierungen und Umstrukturierungen anstanden. Auch heute befindet sich die Genossenschaft in einer anspruchsvollen Phase, in der viele notwendige Sanierungsarbeiten anstehen, unter anderem bei Heizungen, Dächern und Leitungen.
Die EBG Nidau zeichnet sich durch Solidarität und nachbarschaftliches Zusammenleben aus, wobei die Genossenschafterinnen und Genossenschafter gemeinsam Entscheidungen treffen und Verantwortung für ihre Infrastruktur, die Umwelt und die Weiterentwicklung der Genossenschaft übernehmen. Die Genossenschaft bietet eine sichere und stabile Wohnsituation mit "einfachen und guten" Wohnungen und legt Wert auf offene und ehrliche Kommunikation.