5 Jobs, in denen Roboter Menschen schon ersetzen können

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    IT Jobs werden nicht durch Roboter ersetzt

    Längst schon erobern Alexa, Siri und andere digitale Helferlein unseren Wohnraum. Daran lässt sich leicht erkennen, wie schnell die Technik in den letzten Jahren voranschreitet. Doch nicht nur im Privaten, auch im Arbeitsleben macht die künstliche Intelligenz enorme Fortschritte. Computer übernehmen zunehmend menschliche Aufgaben und ersetzen ganze Jobs. Arbeitnehmer sollten sich dementsprechend darauf einstellen, dass die KI ihnen zukünftig auch auf der Arbeit stets zur Seite stehen wird. Der folgende Beitrag verrät, was Roboter schon alles können. Ausserdem gehen wir darauf ein, in welchen fünf Jobs Menschen heute schon von Maschinen ersetzt werden. Es werden bestimmt viele IT Jobs verloren gehen aber auch viele neue kreiert werden.

    Künstliche Intelligenz und Automatisierung

    Innerhalb von 20 Jahren werden Roboter fast die Hälfte der Jobs in den USA übernehmen – so sagt es eine Studie der Universität Oxford. In den Fabriken der Autohersteller gibt es schon seit einigen Jahren nur noch wenige menschliche Arbeiter, dafür zahlreiche Maschinen und digitale Abläufe. Früher waren Roboter eher einfach gestrickt und konnten nur wenige Handgriffe ausführen. Heute sind Maschinen in der Lage, viel komplexere Aufgaben zu übernehmen.

    Bisher werden Maschinen vor allem in der Industrie eingesetzt. Künftig aber wird Künstliche Intelligenz auch Autos steuern oder Bürojobs übernehmen. In nahezu jeder Branche ersetzen selbstlernende Programme schon heute ganz oder teilweise menschliche Arbeitskraft. Zwar ist die Technik in vielen Bereichen noch nicht ausgereift, ihr Potenzial aber ist fast grenzenlos.

    So sind Computer zunehmend fähig, auch komplexe Sachverhalte zu analysieren und zu bewerten. Hilfreich ist vor allem ihre Fähigkeit, Big Data zu betreiben, also gigantische Datenmengen zu verarbeiten. Dabei gehen sie in einer Geschwindigkeit vor, zu der kein Mensch in der Lage ist. Revolutionär sind insbesondere selbstständig lernende Programme. Diese sammeln grosse Datenmengen und werten sie in Echtzeit aus. So kann man – beispielsweise anhand intelligenter Bilderkennung – verschiedene Abläufe in der Wertschöpfungskette verbessern. Eine grosse Hilfe ist das zum Beispiel in der Wareneingangskontrolle oder in der Kommissionierung.

    Künstliche Intelligenzen sind beispielsweise in der Lage, Krankheiten wie Krebs viel schneller zu erkennen als Ärzte. Auch Anwälte, Steuerberater und Angestellte in der Versicherungsbranche könnten von der Entwicklung betroffen sein. Schon jetzt existieren Softwares, die in der Lage sind, Steuererklärungen oder Versicherungsanträge vollautomatisch zu prüfen. Selbst in Personalabteilungen kommen Systeme zum Einsatz, die dem Menschen die Arbeit abnehmen. Bei der Besetzung einer offenen Stelle beispielsweise schaffen es bestimmte Programme, passende Talente vorzuschlagen. Grund hierfür sind lernende Algorithmen, die ihre Erfahrungen aus früheren Auswahlverfahren in die Entscheidung einfliessen lassen.

    Wer denkt, dass zumindest kreative Berufe vor Automatisierung und KI sicher sind, irrt:

    So besetzt in einer japanische Werbeagentur schon seit einigen Jahren ein Roboter die Stelle des Creative Director. Die Maschine mit dem Namen AI-CD beta wertet Daten ungeheuer schnell aus und findet so die effektivste Strategie für Werbekampagnen. Sie analysiert die Performance von Werbemassnahmen auf Social Media und leitet daraus neue Ideen ab. Dank eines Greifarms bringt AI-CD beta die Vorschläge sogar selbst auf Papier.

    Es wird künftig also kaum Jobs geben, die nicht von der Automatisierung betroffen sind. Gerade Menschen, die sich gerade einen Job suchen, sollten sich dies immer wieder vor Augen führen. Weitere Beispiele für zukünftige Entwicklungen, an denen aktuell gearbeitet wird, sind folgende:

    – autonomes Fahren

    – Chatbots (zum Beispiel im Kundenservice)

    – Drohnenauslieferung für Lieferdienste

    Welche Jobs sind schon heute bedroht?

    Allgemein nimmt die Ersetzbarkeit in den sogenannten Helferberufen stärker zu als in den Expertenberufen. Berufe, die viel Problemlösungsfähigkeit, Kreativität und sozialer Intelligenz erfordern, werden auch zukünftig nur von Menschen erledigt werden können. Erzieher, Lehrer, Ärzte, Künstler, Friseure sowie Menschen in IT Jobs müssen sich also keine Sorgen um ihre Arbeitsstelle machen.

    Das grösste Umbruchpotenzial besteht im Verkehrssektor und in der Logistik, beispielsweise durch den Einsatz autonomer Fahrzeuge. Gerade Beschäftigte mit einfachen Tätigkeiten müssen sich hier darauf einstellen, Konkurrenz durch Computer zu bekommen.

    1. Busfahrer

    Einige europäische Länder wie Dänemark setzen bereits autonome Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr ein. An Bord ist lediglich ein Fahrbegleiter, der bei Bedarf eingreifen kann. Noch ist der Einsatz aber überschaubar.

    2. Journalist

    Inhaltlich und sprachlich komplexe Artikel schreiben immer noch menschliche Journalisten. Bei einfachen Sachverhalten jedoch sind auch hier bereits automatisierte Prozesse im Einsatz. Die Programme verfassen Wetterberichte und informieren in den Nachrichten über Sportergebnisse oder Aktienkurse.

    3. Service- und Pflegehilfskraft

    Beim Care-O-bot 4 des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung handelt es sich um einen Pflegeroboter beziehungsweise Serviceroboter. Dieser kann in der Alten- und Krankenpflege oder aber als Assistenz bei der Betreuung eingesetzt werden. Zwar kann er nicht alle Aufgaben einer Pflegefachkraft wahrnehmen, kann aber durchaus einige Aufgaben einer Pflegehilfskraft übernehmen. So ist der Roboter in der Lage, Pflegekräften bei der täglichen Arbeit zu assistieren und ältere Menschen zu Hause zu unterstützen. Darüber hinaus kann man den Roboter in verschiedenen Servicebereichen einsetzen. Beispiele sind die Arbeit an der Hotelrezeption und im Room Service, als Putzkraft oder als Kellner.

    4. Verkäufer

    Einige Filialen von Saturn und Mediamarkt haben ihn schon: den Care-O-bot 4 des Fraunhofer-Instituts. Der Roboter informiert über Produkte und begleitet Kunden zum entsprechenden Regal. Er ist sogar in der Lage, über ein integriertes Display situationsangemessen Stimmungen zu äussern.

    5. Börsenhändler

    Auch auf dem Aktienmarkt geben längst Maschinen den Ton an. Der automatisierte Handel, auch Algo-Trading genannt, operiert innerhalb von Mikrosekunden und ist an der Börse längst angekommen. So steuern in den USA Algorithmen schätzungsweise schon bis zu 80 Prozent der Transaktionen, in Europa ist es etwas weniger.

    Mehr Jobs durch mehr Roboter

    Zwar sind sich die Experten einig, dass durch die Automatisierung eine grosse Zahl von Arbeitsplätzen wegfallen wird. Gleichzeitig gibt es eine gute Nachricht für alle, die nach einem Job suchen: Die Digitalisierung schafft ebenso viele Arbeitsplätze wie sie vernichtet. So zeigt eine Studie, dass in Europa im letzten Jahrzehnt durch die Automatisierung 1,6 Millionen Jobs verloren gegangen sind. Im gleichen Zeitraum sind aber doppelt so viele neue Arbeitsplätze entstanden. Von dieser Entwicklung profitieren insbesondere verschiedene IT Jobs. Schliesslich sind es Menschen in den entsprechenden IT Jobs, die die Künstlichen Intelligenzen entwickeln, trainieren und sich um ihre Wartung kümmern.

    Die Zahlen zeigen deutlich: Die Arbeitswelt befindet sich inmitten grosser Veränderungen, von denen nahezu alle Branchen betroffen sind. Darauf müssen sich nicht nur Unternehmen einstellen, sondern auch Arbeitnehmer und Jobsuchende. Wer klug ist, gestaltet den Prozess mit, um von ihm zu profitieren. Das gelingt beispielsweise, indem man sich einen Job sucht, der auch in der Zukunft noch gebraucht wird. An der Spitze stehen hier ganz klar IT Jobs und andere Tätigkeiten, die komplexe Denk- und Entscheidungsprozesse erfordern.

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