Jobs in der Schweiz sind häufig noch durch einen direktiven Führungsstil geprägt. Im Mittelpunkt der (Zusammen-)Arbeit stehen dabei Vorgaben, Disziplin und Leistungsorientierung. Während diese Art der Führung in manchen Kontexten nach wie vor passend ist, braucht es in modernen Unternehmen ein neues Denken. Wichtige Erfolgsfaktoren sind Eigenverantwortung, dezentrale Entscheidungen und Offenheit für Veränderungen. Bei der Transformationalen Führung geht es darum, die Mitarbeiter zu inspirieren und ihr professionelles sowie persönliches Wachstum zu fördern. Im Folgenden werden Vor- und Nachteile des transformationalen Führungsstils erläutert.
Was ist Transformationale Führung?
In dynamischen Jobs in der Schweiz gilt der transformationale Führungsstil heutzutage als Mittel der Wahl. Der Begriff wurde massgeblich von dem US-amerikanischen Wirtschaftspsychologen Bernard Morris Bass sowie dem Politologen James MacGregor Burns geprägt. Bass fasst die wichtigsten Erfolgsfaktoren in vier Kriterien zusammen. Führungskräfte sollten demnach
– als Vorbild dienen,
– inspirieren und motivieren,
– intellektuell anregen,
– individuell unterstützen.
Wie bei jedem Führungsstil geht es beim transformationalen Führungsstil darum, das Verhalten der Mitarbeiter zu beeinflussen. Zentral sind Faktoren wie Engagement, Loyalität und Selbstmanagement. Ziel des Führungsstils ist es, die Angestellten dazu zu bringen, die Unternehmensziele möglichst selbstständig anzugehen. Grundlegende Voraussetzungen sind eine offene, klare Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen. Ausserdem muss es im Team ein Gefühl des Zusammenhalts geben. Es sollte in der Lage sein, sich eigeninitiativ und kreativ an Probleme anzunähern und Lösungen zu entwickeln. Im Grunde geht es also darum, die Mitarbeiter zu unternehmerischem Denken und Handeln anzuregen.
Eine zentrale Rolle spielt natürlich die Einstellung der Führungskräfte. Die sind aufgefordert, mit einer klaren Vision voranzugehen und die Belegschaft durch Inspiration und Sinngebung zu ermutigen. Enorm wichtig ist also die Vorbildwirkung der Führungskräfte, zum Beispiel in Bezug auf das Vorleben von Werten. Diese bilden einen wichtigen Ankerpunkt in jedem Unternehmen. Die Schwierigkeit: Ein Wertewandel lässt sich nicht so einfach vorschreiben. Daher sind beobachtbare Vorbilder wichtig, die die Mitarbeiter dazu anregen, diese zu imitieren.
Wirkungen der transformationalen Führung
Ein transformationaler Führungsstil hebt nicht nur die Mitarbeiterzufriedenheit, sondern auch ihre Performance in Jobs in der Schweiz. Zudem belegen Untersuchungen objektive Kennzahlen wie einen gesteigerten Umsatz. Die wichtigsten Wirkungen des transformationalen Führungsstils lassen sich wie folgt zusammenfassen:
– gesteigerte Innovation
– mehr Kreativität
– höheres Vertrauen
– klare Rollenverteilungen
– höhere Selbstwirksamkeit
– mehr Gruppenzusammenhalt
– weniger Stress
– mehr Committment
Herausforderungen bei transformationaler Führung
Für viele Unternehmen und Jobs in der Schweiz stellt ein transformationaler Führungsstil – insbesondere zu Beginn – eine grosse Herausforderung dar. So sind die Führungskräfte für eine Vielzahl anspruchsvoller Aufgaben zuständig. Aber auch an die Qualifikation der Mitarbeiter und damit die Personalentwicklung stellt der Führungsstil hohe Anforderungen.
Anforderungen an die Führungskräfte
Ein transformationaler Führungsstil verlangt Führungskräften ein hohes Mass an Selbstsicherheit ab. Für die meisten Führungskräfte bedeutet das zunächst, viel Zeit in die eigene Entwicklung zu stecken. Vor allem tragen sie für das Entstehen offener Diskurse Sorge. Sie müssen diese so moderieren, dass die einzelnen Beteiligten zu Wort kommen und transparent begegnen. In der Folge müssen sich die Ansichten der Mitarbeiter in den Entscheidungen der Führungskräfte widerspiegeln.
Gefragt sind also sowohl Coaching-Fähigkeiten als auch ein grosses Vertrauen in die Mitarbeiter. Die Führungskräfte sollten diesen möglichst viele eigene Entscheidungen und ein Höchstmass an Flexibilität ermöglichen. Gleichzeitig dürfen die Vorgesetzten die Unternehmensziele nicht aus dem Blick verlieren. Wichtig ist die eigene Vorbildwirkung. Dabei geht es nicht darum, einfach nur Handlungsanweisungen zu geben. Wichtig ist, die Mitarbeiter zu kreativem Handeln zu befähigen und ihre Kenntnisse innovativ einzusetzen. Das geht besser in kleinen Teams, in denen die Führungskraft individuell auf den einzelnen Mitarbeiter eingehen kann.
Anforderungen an die Personalentwicklung
Ein transformationaler Führungsstil kann nur funktionieren, wenn die Belegschaft für die Übertragung von Entscheidungskompetenzen bereit ist. Personalentwicklung ist deshalb enorm wichtig. Zu fördern sind nicht nur individuelle Stärken und Kompetenzen, sondern auch ein Gefühl des Zusammenhalts im Team. Um Selbstvertrauen in die eigenen Kompetenzen aufzubauen, ist es wichtig, dass alle Beteiligten ein Gefühl der eigenen Wirksamkeit entwickeln. Möglich ist dies nur über gute Beziehungen und die wahrgenommene Sinnhaftigkeit der eigenen Aufgaben. Auch die Orientierung an den Werthaltungen des Unternehmens spielt eine wichtige Rolle.
Fazit
Unternehmen und Jobs in der Schweiz sind nach wie vor durch hierarchische Führung, Zentralisierung und Leistungsstreben geprägt. Um ihre Innovationskraft zu erhalten, müssen sie immer häufiger lernen, flexibler zu sein und eine dezentrale Führung zuzulassen. Dafür benötigen sie eine passende Führung. Elemente des transformationalen Führungsstils können wertvolle Impulse liefern.
Der transformationale Führungsstil lässt sich auch als «wertebasierte» Führung bezeichnen. Grosse Differenzen zwischen den Anschauungen der Mitarbeiter untereinander sowie denen zwischen Mitarbeitern und Führungskräften können problematisch sein. Ausserdem ist der direkte Kontakt zwischen Führungskraft und Mitarbeitern unerlässlich. Es ist Aufgabe der Führungskräfte, Rollen zuzuteilen, Entwicklungsperspektiven zu schaffen und Vertrauen in die eigene Effektivität zu erzeugen.
Da der transformationale Führungsstil darauf abzielt, Einstellungen zu ändern, stösst sie häufig auch Widerstände. Um auf diese individuell einzugehen, benötigen die Führungskräfte eine Vision und ausreichende Ressourcen. Die darauffolgenden Angleichungsprozesse brauchen immer Zeit. Deshalb sind passende Organisationsstrukturen und agile Management-Tools von Vorteil. Kanban und Key Results beispielsweise arbeiten mit ähnlichen Voraussetzungen wie der transformationale Führungsstil und bilden ein strukturelles «Rückgrat».